Der 21. Dezember ist der Tag der Wintersonnenwende. Es ist der kürzeste Tag des Jahres – und die kommende Nacht ist die längste. Es ist also sprichwörtlich der „dunkelste Tag“ im Jahr. Ab 22. Dezember kommt das Licht zurück, die Tage werden wieder länger. Darauf folgend die sogenannten „Rauhnächte“ – eine besondere Zeit, die schon seit Jahrhunderten als Zeit der Einkehr und Einsicht gilt.

Viele Menschen, die sich mit Spiritualität oder esoterischen Themen beschäftigen, finden, dass dieser Tag ein besonders guter Tag ist, um sich mit bestimmten Themen zu beschäftigen und kleine Rituale zu machen.

Manche Menschen finden das unheimlich, andere sogar ziemlich absurd.

Dennoch haben Rituale tatsächlich eine total „unesoterische“ und nachweisbare psychologische Funktion:

Rituale sind nicht nur was für „Eso-Tanten“

Rituale unterstützen uns sehr gut, wenn wir etwas verändern möchten, da wir durch die Erfahrung und das Erleben des Rituals auch unserem Unterbewusstsein zeigen können, was wir wollen. Es ist damit ein sehr guter Weg, mit allen Ebenen unserer Psyche zu kommunizieren und eine Intention zu setzen.

Etwas zu tun, ist etwas anderes, als es „nur zu denken“. Es ist sehr viel wirkungsvoller. 

Ist das an solchen „besonderen Tagen“ wie die der Rauhnächte dann noch besonders wirksamer als sonst?

Ich weiß es nicht.

Ich bin kein besonders esoterischer Mensch – ich bin ein sehr praktischer Mensch. Und als dieser Pragmatiker, der ich bin, denke ich mir: „Wenn’s helfen könnte… kann man es ja mal probieren!“. 

Schließlich ist auch die Liebe irgendwie unerklärlich, magisch und zauberhaft… 

Und die Zeit zum Ende des Jahres ist ja nun ohnehin sehr geeignet dafür, Resümee zu ziehen und sich auf das neue Jahr vorzubereiten. Es ist doch egal, ob man es dann „Rauhnächte“ nennt oder eben Jahreswechsel. Wenn Du Lust hast, die Wintersonnenwende oder die Rauhnächte dafür zu nutzen, Dein Jahr gut abzuschließen und das neue gut anzufangen, habe ich hier etwas für Dich!

Ich gebe Dir ein paar Tipps an die Hand, was Du am Abend der Wintersonnenwende oder alternativ in den sogenannten „Rauhnächten“ zwischen Weihnachten und Neujahr anfangen könntest:


Loslassen

Vielleicht gibt es in Deinem Leben Dinge, die bereits zu Ende sind – aber Du hängst noch ein bisschen an ihnen:

Verflossene Liebschaften, alte Klamotten, Projekte die zu Ende sind, Dinge die Dir immer wieder im Weg rumliegen und doch keinen Nutzen haben… heute ist ein sehr guter Tag, um Dich von allem Alten zu verabschieden.

Etwas loszulassen kann manchmal schwer sein, weil man Angst hat, dann noch weniger oder nichts mehr zu haben – aber tatsächlich schafft das Loslassen erst Platz für Neues (und Besseres)!

So könnte Dein Loslasse Ritual zur Wintersonnenwende aussehen:

  • Mach eine Liste von allem, was Dir noch durch den Kopf geht oder anhängt, obwohl es eigentlich Zeit wäre, es endgültig  loszulassen (und „dem ewigen Vergessen anheimfallen zu lassen“).
  • Schreibe dann jeden dieser Punkte auf ein kleines Zettelchen.
  • Stell eine Kerze und eine Schale auf (die Schale muss feuerfest sein – ein Wok oder eine Auflaufform tun’s ganz prima!)
  • Entzünde die Kerze und nimm Dir Zettelchen für Zettelchen vor:  Betrachte es, sag „Ich lasse Dich gehen“, zünde es an der Kerze an und lasse es in der Schale verbrennen.
  • Beobachte, wie es quasi zu Staub zerfällt – Du kannst auch z.B. sagen: „Du bist frei und ich bin es auch“ – wenn das bei Dir ein gutes Gefühl hervorruft.

Wichtiger als die genauen Worte ist, dass Du es so machst, wie es für Dich gut tut – Du kannst das Ganze auch schweigend, sprechend – oder singend – machen 🙂

Das Verbrennen der Zettelchen soll symbolisieren, wie sich das Thema in Deinem Leben im wahrsten Sinne des Wortes „in Luft auflöst“ und wie der Rauch des kleinen Feuers einfach zum Fenster rausfliegt.

Eine lustige Alternative habe ich neulich gehört, die ich Dir nicht vorenthalten möchte:

Schreibe die Dinge, die Du loslassen möchtest auf Klopapier und dann… na Du weisst schon! 😉


 

Erleuchte die Dunkelheit in Dir

Einsamkeit, Trauer, Scham, Minderwertigkeitsgefühle und ähnliches fühlen sich oft dunkel und schwer an. Unsere Gefühle können wir auch in bestimmten Regionen in unserem Körper lokalisieren. Dabei gibt es kein falsch oder richtig: Da wo Du es spürst, ist es für Dich richtig.

Wenn Du „dunkle, schwere“ Gefühle wie diese hast, horche in Dich hinein und stelle fest, wo in Deinem Körper Du sie spüren kannst.

Stelle Dir dann vor, wie Du eine Kerze  oder eine kleine Laterne anzündest, und sie in diesen Bereich Deines Inneren trägst und sie dort aufstellst. Schicke gedanklich Licht und Liebe in diesen Bereich.

Du kannst Dir auch vorstellen, dass in diesem Bereich ein Teil von Dir wohnt, der sich so fühlt und der Deinen Trost und Deine Zuwendung und Aufmerksamkeit sucht. Was würdest Du tun, wenn Du ein Kind auf Deiner Treppe sitzend vorfinden würdest, dass sich so fühlt, wie dieser Teil von Dir?

Würdest Du es wirklich ignorieren? Würdest Du es ablehnen? Fortschicken? Würdest Du es verspotten oder ihm sagen, es soll sich zusammenreissen?

Wahrscheinlich nicht, oder?

Die dunklen und traurigen Gefühle in Dir – sie haben ihre Wurzeln oft in genau dieser Zeit: In der Kinderzeit. Sie sind wie kleine übriggebliebene Teile Deines Ichs als Du ein Kind warst. Niemand hat sich um sie gekümmert – und so sind sie als Gefühle von Scham, Minderwertigkeit, Schuld, Trauer oder Wut irgendwo in Dir geblieben. Doch eigentlich sind sie wie kleine Kinder – Abbilder von Dir.

Oft wünschst Du Dir, dass jemand käme und sie erlösen würde oder dass sie sich wegschicken ließen – aber um sie zu erlösen brauchen sie Deine Hilfe, denn sie sind Teil von Dir. Sie brauchen Deine Liebe, Deinen Trost, Deine Aufmerksamkeit.

Denk nochmal an das Kind auf Deiner Treppe – was würdest Du tun?

Und genau das tust Du mit den dunklen und/oder traurigen Gefühlen….

Klingt vielleicht verrückt – funktioniert aber tatsächlich. Es ist etwas, dass Du sicher nicht nur während Wintersonnenwende oder Rauhnächte machen kannst, sondern immer, wenn Dir danach ist. 


 

Das hier allerdings ist perfekt für die Raunächte:

Rück- und Vorschau

Zur Vorbereitung kannst Du – wenn Du möchtest –  räuchern: Mit Räucherstäbchen oder auch mit Kräutern wie Salbei oder mit Sandelholz, wenn Du so etwas greifbar hast. Das Räuchern symbolisiert einen Akt der Reinigung – wenn Du mit der klaren Intention zu reinigen räucherst und danach kräftig lüftest, werden sich Deine Räume gleich ein Stück besser anfühlen.

Am späteren Abend zündest Du 12 Kerzen an – eine für jeden Monat des kommenden Jahres. Dann lässt Du das vergangene Jahr gedanklich nochmal Revue passieren und bedankst Dich für die Erfahrungen, für alles Gute, alles was Du lernen konntest, alles was vorbei gegangen ist.

Sage Dir selbst, dass Du es loslässt und Dich auf das Kommende vorbereitest und freust.

Wenn Du z.B. Tarotkarten oder Karten von Chuck Spezzano (die ich persönlich sehr mag) hast, kannst Du eine Karte für das kommende Jahr ziehen.

Du kannst aber auch einfach eine Intention setzen, in dem Du eine Absicht formulierst und aussprichst – wie z.B.: „Das kommende Jahr wird für mich das Jahr der Liebe sein“.

Stell Dir vor, wie Du diese Intention als Licht in das kommende Jahr schickst, wie Du einen Samen in die Erde legst, der wachsen darf.

Wenn es möglich ist, sollten die Kerzen die ganze Nacht lang leuchten, damit die Wiederkehr des Lichts symbolisiert wird. (Bei Teelichtern z.B. in Gläsern kann da ja nichts passieren.)


 

Wunschritual für die Raunächte

Schreibe am 21.12. – dem Tag der Wintersonnenwende insgesamt 13 Wünsche für das neue Jahr auf jeweils einen kleinen Zettel. Oder mach es direkt an Heiligabend, wenn Dir das nicht zu stressig ist.

Dann beginne am 24.12. damit, jeden Abend jeweils ein Zettelchen zu verbrennen – ohne zu wissen, welches es ist. Lass dabei Deine Wünsche vor Deinem geistigen Auge passieren: Was ist es, das Du Dir gewünscht hast? Wie wäre es, das zu haben oder zu erleben?

Stell Dir vor, wie Du dem Universum Deine Wünsche anvertraust und wie Du offen dafür bist, dass sie sich erfüllen – ohne zu wissen, wie.

Dann verbrennst Du in jeder weiteren Nacht ein Zettelchen – und visualisierst dabei immer wieder die Erfüllung der Wünsche.

Am 5.1. solltest Du dann noch ein Zettelchen übrig haben. Sei neugierig darauf, was es ist und öffne es: Um diesen Wunsch musst Du Dich selbst kümmern!

 

Und warum ausgerechnet so ein Ritual zur Wintersonnenwende?

Diese Rituale sind immer hilfreich – in der Nacht der Wintersonnenwende sollen sie angeblich besonders gut funktionieren, weil der dunkelste Tag des Jahres quasi dafür steht, dass Dunkelheit überstanden ist und das Licht zurückkehrt in der Natur – und daher auch ein guter Moment ist, das in unserem Inneren nachzuvollziehen.

Ob das stimmt? Wer weiß das schon?

Aber schaden kann es ja wohl nicht  😉

(Danke an FUCKLUCKYGOHAPPY , Renate Hotz und an Practical Magic für die Inspiration )

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