Verliebst Du Dich immer die falschen? Warum Du noch nie „den falschen Partner“ hattest

von | Kontaktaufnahme & Flirt | 4 Kommentare

Hast Du Dir auch schon mal den falschen Partner (oder Partnerin) ausgesucht? Oder sogar schon ganz oft? „Immer wieder suche ich mir die Falschen aus!“ oder „Ich verliebe mich immer in den Falschen…“ sind häufige Sätze, wenn Menschen in der Liebe „kein Glück“ haben oder unter Liebeskummer leiden. Dabei hat das mit Glück gar nichts zu tun – und mit dem Partner eigentlich auch nicht wirklich:

 

Die geheime Spielregel der Partnerwahl

Wenn Du in Deinen Beziehungen leidest, dann meistens nicht, weil es der „falsche Partner“ war, sondern weil Du in der Beziehung immer wieder Dinge erlebst, die Dich leiden lassen:

Du fühlst Dich nicht wertgeschätzt, nicht ernstgenommen, nicht ausreichend geliebt, nicht sicher, nicht angenommen, nicht frei, nicht gut genug… die Liste ist lang. Und jeder, der sich mit einem „falschen Partner“ (oder natürlich einer „falschen Partnerin“) eingelassen hat, fragt sich: Warum muss mir das passieren? Warum muss er/sie das tun?

Du leidest, weil der Mensch, den Du Dir als Partner(in) ausgesucht hast, Dich durch sein Verhalten an etwas erinnert, das Dich leiden lässt.

Du hast Deinen „falschen Partner“ ausgewählt , weil er Dich an etwas (bzw. jemanden) erinnert:

Dein Partner ist immer eine Projektionsfläche für Deine Hoffnungen. Zum Beispiel auch die Hoffnung auf die Erfüllung Deiner Wünsche nach Anerkennung, Geborgenheit, Wertschätzung und so weiter. Und das – in der Regel – eigentlich gar nicht durch den Partner: Sehr häufig geht diese Sehnsucht davon aus, dass Du dies von einer wichtigen Person in Deiner Kindheit (z.B. einem Elternteil) nicht bekommen hast.

Unbewusst wählst Du Dir Menschen aus, die das Potenzial haben, quasi alte Wunden zu berühren in der Hoffnung, sie zu heilen.

Nicht umsonst nennt man es „einen wunden Punkt“ – eine bestimmte Sache, bei der man besonders empfindlich ist. In der Regel sind Deine  Partner nicht die Verursacher dieser Wunden, sondern nur Menschen, die das Potenzial haben, Dich an diesen Stellen zu treffen. Eigentlich wünschst Du Dir, dass dies Mensch die Wunde heilen soll – dass er Dir geben soll, was Du schon so lange so sehr vermisst. Doch leider ist meistens eben gerade dieser Mensch dafür nicht sehr talentiert. Doch er zeigt Dir, wo der „wunde Punkt“ – wo deine inneren Programme sind, so dass Du sie erkennen und „heilen“ könntest.

Heilen jedoch können kannst Du nur, wenn Du erkennst, dass der jeweilige Partner kein „Täter“ ist und wenn Du Dich selbst nicht zum Opfer machst: Du wählst keinen falschen Partner weil Du jeden Partner unbewusst wählst in der Hoffnung auf „Heilung“. Du wählst in der Hoffnung, die Dinge auflösen zu können, die Dir zu schaffen machen und die ihre Wurzeln fast immer in Deiner Kindheit – in einem Mangel, einer unerfüllten Hoffnung oder einem ungestillten Schmerz – haben.

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Wie Du das Geheimnis lüftest

Betrachte Dich aufrichtig und ehrlich und gestehe Dir zu, wo Du in Deiner Vergangenheit (meist in Deiner Kindheit) Leid, Mangel, Ungerechtigkeit oder ähnliches erfahren hast.

Gute Wege das zu erkennen sind:

  • Schau Dir an, was Du nie (ausreichend) bekommen hast
  • Gab es etwas, was Du akzeptieren musstest, obwohl das nicht leicht für Dich war?
  • War war es, was Du vermisst hast oder erkämpfen musstest?
  • Wie hast Du Dich in Partnerschaften gefühlt und woher kennst Du dieses Gefühl schon?

Wenn Du ehrlich hinsiehst wirst Du merken, dass Du Dir ähnliche Gefühle in Deinen Partnerschaften erschaffen hast: Deine Partner waren keine Täter, sie waren nur „Mitspieler“ in einem von Dir (re)inszenierten Drama, in dem Du das Opfer warst und er/sie der Täter.

So wie Du Dich gefühlt hast, hast Du Dich früher schon mal gefühlt. Es ist wie ein Echo.

Gleichzeitig warst Du vermutlich auch Mitspieler in einem von ihnen (re)inszenierten Drama und wenn Ihr beide viel gelitten habt, dann hast Du vermutlich Deine Rolle auch „gut gespielt“.

Wie Du den „richtigen“ Partner wählst

Du kannst nicht verhindern, dass Du Dir Partner wählst, die Dir helfen sollen, Deine kindlichen Verletzungen, Missverständnisse und Missstände zu heilen. Doch Du kannst erkennen, dass Du es tust und das Geschenk annehmen, das Dir angeboten wird:

Schritt für Schritt kannst Du Deine „wunden Punkte“ heilen. Einen nach dem anderen. Ist ein bestimmter Punkt geheilt, werden Menschen, die diesen Punkt „ansprechen“ ziemlich sicher gar nicht mehr attraktiv für Dich sein… aber womöglich andere (die andere Punkte mit Dir finden und die Du heilen kannst).

Und deshalb hast Du noch nie den falschen Partner gewählt

Erkenne, dass der Mensch, der Dir vermeintlichen Schmerz zufügt, eigentlich nur der hilfreiche Mensch ist, der Dir zeigt, welche Gefühle Du heilen möchtest. Und dass Du ihn Dir ausgesucht hast, weil etwas in Dir möchte, dass dieser „wunde Punkt“ berührt wird, damit Du ihn heilen kannst.

Du bist nicht mehr das kleine Kind von damals – Du bist heute erwachsen und darfst Deine eigenen Entscheidungen treffen.

Was ist es, was Du wirklich brauchst und willst?

Wenn Du das erkennst, wird sich vieles – nahezu alles – in Deinem Liebesleben verändern. Liebe heisst nicht, jemanden zu finden, der alles besser macht, als Deine Eltern es gemacht haben. Liebe heisst nicht, jemanden zu finden, der Dir das gibt, was Deine Eltern Dir nicht gegeben haben…

Wenn Dich dieses Thema interessiert und Du nicht alleine daran arbeiten möchtest: Es ist ein wichtiger Gegenstand meines Workshops „Mission Liebe!“:

Mission Liebe

Dieser Intensiv-Workshop hilft Dir zu verstehen, warum es in Sachen Liebe und Beziehung bei Dir in der Vergangenheit schlecht gelaufen ist – und wie Du das veränderst. 

In den 3 Workshop-Tagen wirst Du die Zusammenhänge zwischen Deiner Kindheit und Deinem Liebesleben verstehen. Du lernst in nachvollziehbaren Schritten, Deine emotionalen Wunden zu heilen und Deinen inneren emotionalen Kompass neu auszurichten, so dass Du passende Partner/innen erkennst und anziehst und liebevolle, dauerhafte Beziehungen etablieren kannst.

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4 Kommentare

  1. Hallo

    Ich habe den Artikel durchgelesen und habe eine Frage dazu.

    Wenn man einen Partner hat und durch ihn erkennt was einem fehlt/gefehlt hat, wie ‚heilt‘ man denn sowas?
    Und wenn der Punkt geheilt ist, passt dann die Beziehung nicht mehr, da man das ja nicht mehr attraktiv findet? Oder schmerzt es weniger, da geheilt?

    Danke für eine Rückmeldung.. 🙂

    Antworten
    • Ein weiser Mensch hat mal gesagt:
      Wir verlieben uns ineinander aus den völlig falschen Gründen – doch wenn wir Glück haben, bleiben wir aus den richtigen zusammen. Tatsächlich gibt es Paare, die sich trennen, weil sie einander nicht mehr aushalten aber auch solche, die den Reiz verlieren, wenn der „Triggerpunkt“ überwunden/geheilt wird. Das lässt sich also pauschal nicht sagen.
      Was ich allerdings pauschal sagen würde ist: Wir sollten mit einem anderen Menschen zusammen sein, weil es gut für uns und den anderen ist. Wenn es das nicht (mehr) ist, warum dann zusammen sein? Einfach nur damit man „jemanden hat“ und den Konventionen entspricht? Das wäre doch traurig…

      Antworten
  2. Wirklich ein toller Artikel. Ich habe es schon oft erlebt, dass sich „über die Falschen“ beschwert wird. Was ich dabei immer sehr spannend finde ist, wie sehr viele Menschen den Wunsch nach jemandem haben, der sie so akzeptiert, wie sie sind, im Gegenzug dazu aber immer nur die schlechten Seiten am Partner sehen, ohne diese hinnehmen zu wollen.

    Eine Beziehung besteht immer aus Kompromissen. Und wie mein Vorredner schon anmerkte: Die Fehler liegen niemals nur auf einer Seite.

    Lieben Gruss

    Andi

    Antworten
  3. „Erkenne, dass der Mensch, der Dir vermeintlichen Schmerz zufügt, eigentlich nur der hilfreiche Mensch ist, der Dir zeigt, welche Gefühle Du heilen möchtest“

    Wäre schön, wenn der andere auch zu dieser Erkenntnis käme bzw. erkennt, dass viele Ursachen für z.B. Trennung in ihm/ihr selbst liegen.
    Danke für diesen schönen Satz. Ausgedruckt und meiner Ex in den Briefkasten gelegt 🙂

    Antworten

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