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Warum wir uns verlieben

Warum verliebt man sich? 7 Fakten, wie und warum wir uns verlieben

Diese sieben Fakten bestimmen, ob und warum wir uns verlieben

Sie helfen Dir, wenn Du verstehen willst, warum und wie Du Dich verliebst – und wie Du das Verlieben für Dich positiv beeinflussen kannst:

Und Fakt Nummer 1 ist vermutlich besonders wichtig, denn er bestimmt, ob wir uns überhaupt verlieben können:

 

1. Ich kann mich nur verlieben, wenn ich an die Liebe glaube

Man könnte also sagen: Warum verliebt man sich? Weil man will! Das ist natürlich noch nicht alles – aber eine wichtige Voraussetzung:

Ich mag den englische Ausdruck „falling in love“, weil er suggeriert, dass wir uns in die Liebe „hineinfallen lassen“ – eine schöne Vorstellung. Doch damit das passieren kann, müssen wir erst mal auch an die Liebe selbst glauben:

Viele Singles haben das Gefühl, sie hätten mit der Liebe schlechte Erfahrungen gemacht, weil sie mit Beziehungen und mit anderen Menschen, zu denen sie Liebe empfunden haben, schlechte Erfahrungen gemacht haben. Das ist zwar nachvollziehbar aber eine echte Liebesblockade, denn:

Wer die Schuld für gescheiterte Beziehungen oder Ablehnungserfahrungen nur bei anderen sucht, der sucht an der falschen Stelle! Natürlich ist es zunächst verführerisch, zu denken, Deine Ex-Partner(innen) waren oder sind einfach gemein oder schlecht – aber das führt schließlich nur dazu, dass Du verbitterst, den Glauben an die Liebe verlierst und grundsätzlich die Menschen ablehnst, von denen Du eigentlich angenommen werden möchtest. Das kann nicht funktionieren.

Und: Du wirst Dich nicht verlieben (und niemand wird sich in Dich verlieben)!

Je mehr Angst im Spiel ist, desto unwahrscheinlicher wird zunächst das Verlieben und dann der Übergang zu einer vertrauensvollen und liebevollen Beziehung… denn Liebe besteht auch aus Commitment – aus einem „sich einlassen“. Und das geht wohl alles kaum, wenn Du den Glauben an die Liebe verloren hast. (Sollte dem so sein, komm unbedingt in meinen Workshop „Mission Liebe“)

 

Wenn es dann konkret darum geht, in wen wir uns verlieben (und warum), üben die folgenden psychologischen Prozesse einen großen Einfluss aus:

2. Wir verlieben uns in Menschen, von denen wir glauben, dass sie unsere Bedürfnisse befriedigen können

Viele Menschen wünschen sich – bewusst oder unbewusst –, in einer Partnerschaft all das zu erleben, wonach sie sich schon seit ihrer Kindheit sehnen. Sehr häufig wissen wir vieles davon gar nicht: Es ist unbewusst. Wir erkennen unsere Bedürfnisse meist erst, wenn jemand vor uns steht, der sie in uns „erweckt“. Plötzlich fühlen wir uns wie magisch zu jemandem hingezogen und sind verliebt… doch tatsächlich ist es gar nicht so sehr der neue Schwarm, der magisch ist. Es ist vielmehr unsere tiefe Sehnsucht, die uns zieht.

Manchmal verlieben wir uns in Menschen, die für uns etwas repräsentieren, das wir selbst gerne haben würden, es aber alleine nicht erreichen oder sein können: Ein bestimmter Lifestyle vielleicht oder ein besonderer Charakterzug. Wir wünschen uns in unserem Leben mehr von dem, was der andere zu haben oder zu sein scheint und das zieht uns magisch an und macht uns verliebt.

Außerdem erhoffen wir uns natürlich auch das berühmte „Happy End“ – jemanden, der uns allumfassend liebt und all unsere Selbstzweifel ausmerzt und uns endlich glücklich macht. Klar wissen die meisten Menschen vom Verstand her, dass das so nicht funktioniert – aber das ist unserem Unterbewusstsein ziemlich egal.

Hier lauert auch eine Falle für eine zukünftige Beziehung:

Oft wünschen wir uns von einer Partnerschaft, möglichst viele unserer Beziehungsbedürfnisse erfüllt zu bekommen, und machen damit einen potentiellen Partner dafür verantwortlich, uns geliebt, geschätzt, begehrt, umsorgt, akzeptiert zu fühlen. Fast immer ist das viel zu viel für diesen einen Menschen. Und oft genug erwarten wir von einem Partner, uns das zu geben, wozu wir nicht mal selbst bereit sind, es uns zu geben: Dass er uns so mag und akzeptiert, wie wir sind.

Man muss sich ja nicht immer „supertoll“ finden – aber wem es gelingt, Frieden mit sich selbst zu schließen, anstatt ständig an sich herumzumäkeln, der verbessert deutlich seine Chancen, auch von anderen wahrhaft gemocht zu werden, und „braucht“ keinen Partner mehr, der mitmäkelt und das schlechte Selbstwertgefühl bestätigt.

 

3. Beim Verlieben re-inszenieren wir unbewusst ungeklärte Konflikte unserer Kindheit

Dies ist vermutlich einer der wichtigsten Fakten, die man über Liebe und Partnerschaft wissen muss: Die unerklärliche Anziehung zu bestimmten Menschen ist vor allem dadurch zu erklären, dass wir uns Menschen aussuchen, die ein bestimmtes Potential ausstrahlen. Wir alle tragen ungeklärte Gefühlskonflikte in uns – Traumata, wenn man so will. Diese Gefühlskonflikte – Situationen, mit denen wir als Kinder überfordert waren und die wir nicht verstehen konnten – sinken in unser Unbewusstes, leben weiter in uns fort und sehnen sich nach Erlösung. Meistens jedoch – weil es uns eben nicht bewusst ist – scheitert die Konfliktauflösung, da wir nicht erkennen, dass wir mit unserem Partner gerade ein „Theaterstück“ aufführen:

Wer als Kind viel darunter gelitten hat, dass ein Elternteil seine Liebe nicht ausdrücken konnte, wird auch als Erwachsener immer wieder einen Partner wählen, der das ebenfalls nicht gut kann.

Wer in der Kindheit das Gefühl hatte, die Mutter ist so eine Art „Justizvollzugsbeamtin“, die einem die Freiheit raubt, der wird immer wieder Frauen kennen lernen, die Partnerschaft mit Besitzanspruch verwechseln und einem mit ihrer Eifersucht und Einengung der persönlichen Freiheit den letzten Nerv rauben. Und so weiter…

Die Erlösung liegt darin, zu erkennen, welcher Konflikt in Dir ungelöst ist und diesen mit Dir selbst und den „ursprünglich auslösenden Menschen“ zu (er)klären. Wenn Du den Konflikt oder die traumatische Erfahrung erkennst, entschlüsselst und zum Beispiel durch Vergebung oder Verständnis lösen kannst, wirst Du keinen Partner mehr brauchen, der Dir diese Situation erneut „vorspielt“ oder mit dem Du die Situation immer wieder nachspielst.

Lies hierzu auch:

Welchen Einfluss haben die Eltern auf Liebe und Beziehung?

 

4. Es geht beim Verlieben nicht nur um „gute Gefühle“, sondern auch um Wachstum

Frage ich meine Seminarteilnehmer/innen, warum sie sich verlieben wollen und sich eine Partnerschaft wünschen, sind die Antworten sehr ähnlich: „Um die schönen Dinge im Leben zu teilen“ oder „eine Familie gründen“ und vor allem: „glücklich sein“. Doch in einer Partnerschaft ist man nicht automatisch glücklich – und (Sorry: Spoileralarm!) genau darum geht es auch nicht:

Auch wenn die Phase der Verliebtheit ein absolutes Hoch ist und uns ewiges Glück vorgaukelt…. Auch wenn Dein/e Partner/in jemand ist, mit dem Du vieles teilst, oft lachst, ihr Euch helft und ergänzt – so ist auf Dauer genau er/sie auch der Mensch, mit dem Du Dich streitest, der Dich zur Weißglut treibt, von dem Du Dich unverstanden fühlst und der Dir gewaltig auf die Nerven geht.

Und genau dafür ist eine Partnerschaft auch da. Es geht nämlich nicht nur um die guten Gefühle: Das hat einerseits mit Punkt 3 zu tun – der Re-Inszenierung von ungeklärten Kindheitskonflikten – aber auch damit:

Dein/e Partner/in ist der Mensch, der Dir am nächsten ist. Er/Sie kennt am allerbesten Deine wunden Punkte, er/sie findet und „stimuliert“ sie. Die Lösung liegt nicht darin, dass dein/e Partner/in damit aufhört – im Gegenteil –  er/sie ist der Mensch, der Dir zeigt, wo Du „heilen“ und wachsen möchtest oder wo Du noch etwas „zu tun hast“, um Dich von Missverständnissen über Dich und die Welt zu befreien.

Das heißt aber nicht, dass Dein Partner Dir „überlegen“ ist und Dir immer sagt, wo es lang geht: Im Gegenteil… Dein Partner kann auch jemand sein, der Dir durch seine Mäkelei an irgendwelchen vermeintlichen Schwächen „beibringen“ kann, Grenzen zu setzen und Dich selbst zu akzeptieren!

Dein Partner ist der Mensch, an dem Du wachsen kannst – und wachsen tut eben manchmal auch weh: Eine Partnerschaft einzugehen, ist eine der besten Methoden für Persönlichkeitsentwicklung – wenn Du tatsächlich daran interessiert bist (an der Partnerschaft UND an der Persönlichkeitsentwicklung). Dein Partner gibt Dir die Möglichkeit, Dich in Frage zu stellen, Konflikte zu lösen und vieles mehr. Das macht nicht immer glücklich – aber weise.

 

5. Es ist nicht so wichtig, wie Dein Partner ist, sondern wie Du sein kannst

Immer wieder werde ich gefragt, was denn ein/e „Traumpartner/in“ ist, was die Person mitbringen müsse und wie man seinen Traumpartner findet.

Doch die ehrliche Antwort auf diese Fragen lautet: Es geht in der Liebe nicht darum, wie der andere sein sollte, sondern wie wir selbst sein möchten. Wir glauben oft, dass wir wissen, wie ein Mensch sein muss, damit er zu uns passt und wir mit ihm glücklich werden. Doch das ist ein Trugschluss, denn da wir das Gefühl von Liebe ja aus unserem Unbewussten heraus entwickeln, können wir gar nicht bewusst wissen, was uns glücklich machen würde. Was wir aber wissen können, ist, wie wir selbst gerne sein möchten, wie wir uns fühlen möchten, wie wir behandelt werden und uns verhalten möchten – in einer Partnerschaft.

Und genau das tun wir unbewusst auch. Das ist der Grund, warum wir manchmal Menschen treffen, die „eigentlich“ perfekt für uns wären aber irgendwie fühlen wir nicht das Richtige. Denn die Eigenschaften, die wir am anderen suchen, bedeuten nicht immer, dass wir dadurch auch der Mensch sein können, der wir wollen.

Fokussierst Du Dich darauf, wie Du sein möchtest, musst Du nicht mehr jede Frau / jeden Mann daraufhin „abscannen“, ob er oder sie Dich mag und ob sie so ist, wie Du es Dir wünschst: Stattdessen kannst Du den Menschen kennen lernen und schauen, wie Du Dich mit ihm fühlst.

 

6. Sicherheit finden wir nur in uns selbst und Liebe ist nicht kontrollierbar

Wir laufen ca. 90 % unserer Zeit auf „Autopilot“ durch die Gegend. Das heißt: Wir setzen uns kaum damit auseinander, was wir gerade tun, brauchen oder wollen und vor allem nicht, warum wir es tun oder brauchen.

Viele Menschen wünschen sich zum Beispiel ein Gefühl von Sicherheit oder Kontrolle – doch leider ist nichts so richtig sicher, schon gar nicht, wenn es die Gefühle eines anderen Menschen betrifft. Suchen wir also die Sicherheit „im außen“ oder bei / in einem anderen Menschen, werden wir sie kaum finden können und ständig versuchen, zu kontrollieren, was uns geschieht. Wenn wir jedoch immer im „Schutz- und Kontroll-Modus“ unterwegs sind, wird uns das Abenteuer, das die Liebe und schon die Begegnung mit einem anderen Menschen verspricht, kaum begegnen.

In dem Moment, in dem wir Angst verspüren oder Kontrolle brauchen, nehmen wir uns selbst die Chance, uns zu verlieben und die Liebe wachsen zu lassen. Wenn Du Dich also verlieben möchtest, ist es eine gute Idee, Dich selbst besser kennen zu lernen und Deine Ängste, Zweifel und Misstrauen aufzulösen, denn sie sind fast immer der Grund, warum wir uns „Kontrolle“ wünschen. (Rate mal, was wir unter anderem in „Mission Liebe“ tun?)

Wenn Du die Liebe als Gefühl und Kraft in Dir selbst einmal gefunden hast und weißt, wie das funktioniert, kannst Du Deinen Wunsch nach Kontrolle leicht loslassen – und damit ist Lieben und Verlieben plötzlich ganz einfach.

7. Liebe ist bedingungslos – Partnerschaft ist es nicht

Der Begriff „Liebe“ ist eines der am meisten missbrauchten Worte unserer Sprache. Denn oft ist er verknüpft mit Dingen, die überhaupt nichts mit Liebe selbst zu tun haben: Mit Eifersucht zum Beispiel – doch die entsteht nicht aus der Liebe heraus, sondern beispielsweise aus der Angst, den Partner zu verlieren oder aus dem Gefühl, sich vom Partner vernachlässigt zu fühlen.

Liebe sollte bedingungslos sein. Doch in einer Partnerschaft haben wir gewisse Erwartungen und Wünsche – diese sind jedoch an die Beziehung und den Partner geknüpft – nicht an die Liebe. Es ist wichtig, dass wir das trennen und nicht verwechseln! Liebe ist ein Gefühl – es ist Dein Gefühl und es ist in Dir! Je mehr Bedingungen Du an andere Menschen stellst, um Dich geliebt zu fühlen und je größere Hürden Du selbst aufbaust, Liebe zu anderen zuzulassen, umso schwieriger machst Du es letztlich für Dich selbst, dieses wundervolle Gefühl zu erleben!

 

Verlieben ist doch nicht ganz so unwillkürlich, wie wir manchmal glauben, oder?

Mir ist völlig klar, dass sich diese sieben Punkte nicht einfach so von heute auf morgen für jeden ganz einfach umsetzen lassen. Gerade Punkt 4 – die Auflösung alter innerer Konflikte und Traumata – ist eine schwierige Aufgabe, die viele Menschen nicht ohne fremde Hilfe schaffen oder auch nicht gerne angehen möchten. Genau deshalb tue ich, was ich tue. Und genau dafür habe ich den Liebesblockaden-Test und meinen Intensiv-Kurs „Mission Liebe“ entwickelt:

Mission Liebe

Die Liebe ist und bleibt ein Stück weit unberechenbar – ein Geheimnis. Doch es gibt zahlreiche Dinge, die jeder dafür tun kann, dass Liebe für sie/ihn wahrscheinlicher wird. In meiner Arbeit geht es stets genau darum.

Es gibt Verhaltensweisen, Glaubenssätze, innere Einstellungen und Ängste, die führen Dich weg von der Liebe und machen es immer unwahrscheinlicher, dass sich jemand in Dich verlieben kann – und es gibt Verhaltensweisen und Annahmen, die machen es Menschen leicht, Dich interessant, liebenswert und attraktiv wahrzunehmen…

Wenn Du zum Beispiel aufgrund von schlechten Erfahrungen nicht mehr an die Liebe glaubst, machst Du es sehr unwahrscheinlich, dass sich jemand in Dich verlieben kann.

FAQ – Liebe und Verlieben

Warum verlieben wir uns überhaupt?

Man könnte sagen, dass der Verlieben ein „Trick der Natur“ ist, damit wir uns sehr zu jemandem hingezogen fühlen. Natürlich geht es dabei ursprünglich um unsere Vermehrung: Wir sollen jemanden so toll finden, dass wir mit ihm/ihr Sex haben wollen und dadurch Nachfahren erzeugen. Man könnte sagen, dass Verliebtheit eine sehr große Begeisterung für jemanden ist. Hervorgerufen wird diese zum Einen darüber, dass jemand vielen unserer Ideale (Aussehen, Charakter etc.) entspricht, aber eben auch, dass wir uns grundsätzlich begeistern wollen und dass die Person ein paar Punkte in unserer Psyche triggert (siehe oben Punk 2 und 3).

Warum kann ich mich nicht mehr verlieben?

Wenn Menschen sich nicht mehr verlieben, liegt das oft daran, dass sie in der Liebe enttäuscht wurden (oder das befürchten) und deshalb sehr misstrauisch sind und sich nicht für jemand anderen begeistern wollen. Wer Angst hat, dass die nächste Beziehung eh wieder scheitert oder weh tun wird, der wird sich vermutlich nur schwer verlieben können (siehe oben Punkt 1)

Kann man sich aussuchen in wen man sich verliebt?

Ein klares „Jein“ auf diese Frage: Ein Stück weit wird das Verlieben immer ein Geheimnis bleiben. Aber wenn Du Dich in der Vergangenheit oft unglücklich verliebt hast, kann das z.B. mit unverarbeiteten Erfahrungen aus Deiner Kindheit zu tun haben. Wenn Du diese Themen angehst, wirst Du feststellen, dass Du Dich „besser“ verlieben kannst. Viele Teilnehmer im meinem Workshop „Mission Liebe“ haben genau diese Erfahrung gemacht.

 

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar gute Ansätze geben, wie Du besser verstehen kannst, in wen Du Dich verliebst und warum – und das auch langfristig für Dich zum Guten zu beeinflussen. Zögere nicht, wenn Du meine Unterstützung suchst.