Selbstvertrauen stärken mit bewusster Sprache

Liebe

Nina Deißler

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29. Mai 2021

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Willst Du Dein Selbstvertrauen stärken – aber Du weißt oft nicht, wo Du anfangen sollst?

Hier gebe ich Dir 7 einfache Tipps, die Du sofort anwenden kannst und mit denen Du Dein Selbstvertrauen ganz leicht innerhalb kurzer Zeit stärken kannst. Du wirst überrascht sein, wie leicht und schnell diese kleinen Veränderungen ihre Wirkung entfalten und Du damit nicht nur selbstbewusster auftreten kannst, sondern Dich auch direkt besser und stärker fühlst. Probiere es direkt aus!

Selbstvertrauen stärken – so geht’s

Viele Singles, denen es an Selbstvertrauen fehlt, machen einen großen Fehler:

Anstatt bewusst Situationen zu suchen, in denen sie ihr Selbstvertrauen stärken können, gehen sie eher in eine Vermeidungshaltung: Wer Probleme mit dem Selbstvertrauen oder dem Selbstwert hat, der hat häufig Angst vor Ablehnung und vor weiterer Beschädigung des Egos. Und so entsteht oft ein Teufelskreis:

Wenig Übung, wenig Feedback und damit auch wenig Möglichkeiten für gute Erfahrungen!

Nicht immer musst Du Dich direkt „in Gefahr“ begeben, wenn Du Dein Selbstvertrauen aufbauen willst. Eine sehr gute Möglichkeit ist, die eigene Sprache zu verändern:

Worte sind Magie

Wenn Du Deine Stimmung und Deine Gefühle verändern möchtest, um mehr Selbstvertrauen zu erhalten, verändere Deine Worte und Du wirst Stück für Stück auch Deine Welt verändern.

  1. Verändere die Art, wie Du mit Dir selbst sprichst – wie Du Wahrnehmungen beschreibst und wie Du Dich selbst und Deine Erfahrungen  beschreibst.
  2. Verändere die Art, wie Du mit anderen sprichst: Häufig verwenden Menschen Worte, die Zweifel und Selbstzweifel ausdrücken, ohne es zu bemerken.
  3. Verändere einige „Standard-Wörter“, um Deine Stimmung und Deine Wirkung zu verändern und Du wirst anderes Feedback bekommen.

 

7 sprachliche Veränderungen für mehr Selbstvertrauen

Diese 7 Dinge solltest Du in Deiner Sprache verändern, wenn Du Dein Selbstvertrauen stärken willst:

1. Ersetzte „man“ durch „ich“

Viele schüchterne Menschen scheuen sich unbewusst, das Wort „ich“ zu benutzen und etwas über sich selbst zu sagen. Stattdessen sagen sie „man“, wenn sie über sich reden.

Als Coach habe ich gelernt, sehr genau hinzuhören, und gehe meinen Teilnehmern damit regelmäßig auf die Nerven. Doch die Wirkung auf Dich selbst und andere ist verblüffend:

Wir neigen dazu, von „man“ zu reden, wenn wir uns vom Inhalt der Erzählung distanzieren wollen. Plötzlich wird aus „ich“ ein „man“, und „man“ hat gar nicht mehr so viel mit der Person selbst zu tun. In dem Moment allerdings, wo aus „man“ wieder „ich“ wird, sind die Gefühle intensiver, und Du bist wirklich gemeint.

Man müsste mal, man sollte mal, man weiß ja nicht… Das alles lässt Dich schwach und unpersönlich wirken, So, als wärst Du gar nicht richtig da. Und wenn DU etwas verändern möchtest, dann solltest Du mit Dir auch über Dich sprechen – und nicht über „irgendje-man-den“! 

Man sollte? Ich werde! Mach aus jedem “Man” ein “Ich”, wenn Du Dein Selbstvertrauen stärken willst.

2. Mach aus einem „aber“ so oft es geht ein „und“

Immer mal wieder sitzen in meinen Kursen Menschen, die zu jedem Vorschlag, etwas Neues zu tun, ein „Aber“ haben. Es ist ihr Aber, das sie daran hindert, etwas Neues auszuprobieren, und vielleicht hast Du, wenn Du meine Bücher oder Blogs liest, auch manchmal ein „Aber“ im Kopf, warum Du nicht umsetzen kannst, was ich Dir vorschlage. 

In der Theorie gibt es für alles einen Einwand, ein Risiko, ein Gegenargument. Nur in der Praxis, im wirklichen Tun, kann es Veränderung geben. Doch ein Aber stoppt alles, was in Bewegung kommen könnte.

Das Aber ist auch ein Nein, denn es relativiert oder wischt sogar weg, was jemand vorher gesagt hat:

  • „Es war ein schöner Abend, aber …“
  • „Ich mag dich, aber …“
  • „Ich verstehe dich ja, aber …“ 
  • „Ich würde ja gerne, aber …“ 

In nahezu allen Fällen, in denen Du Aber verwendest, könntest Du so viel Besseres erreichen, wenn Du stattdessen ein „Und“ verwendest – selbst wenn Du einen Einwand hast!

„Es war ein schöner Abend, und er hätte mir noch viel besser gefallen, wenn …“
„Ich mag dich und ich möchte dir sagen …“
„Ich verstehe dich, und es tut mir leid, dass ich dir in dieser Sache nicht helfen kann.“

Dies ist eine der spannendsten Veränderungen Deiner Sprachstruktur, und Du wirst überrascht sein, wie die Veränderung vom Aber zum Und Dich plötzlich in Lösungen anstatt in Verhinderungen und Ausflüchten denken lässt! Wenn Du Dein Selbstvertrauen stärken willst, probier es aus!

 

3. Ersetze „schlecht“ durch „unerwartet“

Wie oft sind wir der Meinung, dass in unserem Leben Dinge schlecht laufen oder nicht funktionieren, nur weil sie anders laufen, als wir sie erwartet haben? Viele Singles in meinen Workshops haben Angst vor Ablehnung oder vor „schlechten Erfahrungen“. Doch leider ist dies ein Teil des Lebens: Es gehört nun mal dazu, dass das Leben Dich ab und zu „überrascht“.

Einige dieser Überraschungen sind ja auch tatsächlich erfreulich – und zwar immer dann, wenn Du eine Erfahrung machst, die „besser“ ist, als Du es Dir vorgestellt hast. Aber wie definieren wir eigentlich besser? Ganz einfach: Immer, wenn wir spüren können, dass wir etwas „gewinnen“, dass unser Ego gestreichelt wird: Ein unerwartetes Lob oder ein Geschenk sind gute Erfahrungen. Doch viel mehr lernen und wachsen können wir an den „Überraschungen“ und „Geschenken“, in denen wir nicht verwöhnt werden…

In meinem Leben haben die vermeintlich schlimmsten Wendungen nach einiger Zeit zu den großartigsten Entwicklungen geführt. Mein „Scheitern“ (in Beziehungen oder im Job zum Beispiel) war notwendig, um den Weg frei zu machen für etwas neues, besseres.. oder für Lernerfahrungen, von denen ich bis heute profitiere.

Wenn Du in Deinem Kopf aber jede noch so kleine Überraschung, die erst mal zu Deinen Ungunsten zu sein scheint, als „Katastrophe“ oder als „schlecht“, „mies“ oder „schlimm“ bezeichnest, wirst Du immer weiter in Dein unfruchtbares Vermeidungsverhalten gehen. Und so wirst Du niemals Dein Selbstvertrauen stärken können! Lerne, wie Du z.B. konstruktiv mit Ablehnung umgehen kannst und vergib neue Worte:

Sag statt „schlecht“ oder „Katastrophe“ einfach mal „unerwartet“ oder „überraschend“. Du wirst unerwartet überrascht sein über die Wirkung!

 

4. Ersetzt „müssen“ durch wollen, dürfen, können oder werden

Hand auf’s Herz: Wie oft sagst Du, dass Du etwas musst – dabei müsstest Du in Wahrheit gar nicht? 

Und fällt Dir dabei auf, dass „müssen“ häufig direkt eine innere Ablehnung auslöst? Alles, was wir “müssen”, ist “unsexy” und triggert im schlimmsten Fall sogar unseren Widerstand.

Was wäre, wenn Du jedes „müssen“ durch „können“ oder „dürfen“ ersetzen könntest? Oder einfach durch „werden“?

Aus „Ich muss heute noch putzen“ wird„Ich will noch putzen“ oder „Ich werde noch putzen“. Statt „Ich muss noch duschen“ sag doch „Ich will noch duschen“. Statt „Ich muss da was ändern“ könnte es „Ich will da noch was ändern“ oder „Ich kann da noch was ändern“ oder eben „Ich werde da etwas ändern“.

Das macht wirklich einen großen, positiven Unterschied – innen und außen: Es macht Dich entspannter, positiver – und lässt Dich auch so wirken. Es hat damit einen doppelten Effekt, denn es kann nicht nur Dein Selbstvertrauen stärken, sondern Dir auch direkt bessere Laune machen. 

 

5. Streiche das „zu“

Oft macht uns zu schaffen, dass Dinge „zu“ sind – sie sind nicht einfach „schwierig“ – sie sind „zu schwierig“. Du bist nicht einfach nur schüchtern – Du bist „zu schüchtern“. Doch das „zu“ zeigt immer an, dass hier gewissermaßen eine Tür zugeht. Du kannst etwas nicht, weil es „zu“ ist oder weil Du „zu“ bist. 

Was wäre, wenn Du – nachdem Du ein „zu“ gestrichen hast – einfach zu dem stehst, wie Du bist? Und wenn Dinge einfach sind, wie sie sind. Und es ist eben so – und es ist nicht „zu“. 

Du bist „zu alt“? Ehrlich? Du bist „zu schüchtern“ – bist Du sicher? Vielleicht bist Du einfach wie Du bist – und das ist okay. 

Das „zu“ zu streichen ist wie eine Art „Friedensabkommen“ mit dem, was ist. Und in dem Moment, wo Du den Frieden schließen kannst, ist hier Raum für Entwicklung: Wenn Du „zu ängstlich“ bist, kannst Du wohl kaum Dein Selbstvertrauen stärken – aber wenn Du nur ängstlich bist, ist das doch genau der richtige Punkt, um damit anzufangen, oder?

 

 6. Streiche möglichst viele Relativierungen 

Streich ab sofort alles, was unnötig relativiert: 

  • eigentlich
  • ein bisschen
  • relativ
  • irgendwie 
  • ungefähr 
  • etwas
  • vielleicht

Wenn Du über Dich selbst beständig in Relativierungen sprichst und bei Dir alles mögliche „eigentlich“ und nur „vielleicht“ und „ein bisschen“ ist, wirkst Di schwach und unschlüssig… und wirst Dich auch so fühlen!

Gerade „eigentlich“ ist dabei besonders tragisch, da jedes „eigentlich“ ja auch für „eigentlich nicht“ steht:

  • „Wie geht es dir?“  – „Eigentlich ganz gut“ – also nicht wirklich gut, oder?
  • „Es war eigentlich ganz schön“ – Also nicht so richtig schön.
  • „Ich bin eigentlich ganz zufrieden“ – Es könnte offenbar auch besser sein.

„Eigentlich“ markiert immer, dass Du Dich mit etwas zufriedengibst, was in Wahrheit besser sein könnte. Das lässt Dich nicht nur wenig selbstbewusst wirken, es macht Dich auch schwach, klein und unzufrieden. 

 

7. Sag „nein“, wenn es ein Nein ist

Viele Menschen mit angeknackstem Selbstvertrauen sind sehr schlecht darin „Nein“ zu sagen. So ungerne, wie sie selbst von anderen ein Nein bekommen möchten, geben sie auch selbst kaum eines. Doch wenn etwas für Dich ein Nein ist, tust Du doch dem anderen keinen Gefallen, wenn Du es nicht kommunizierst!

Es nützt niemandem etwas, wenn Du unehrlich bist – am wenigsten Deinem Selbstvertrauen. Mal ehrlich: Wie vertrauenswürdig bist Du, wenn Du „ja“ sagst, obwohl Du eigentlich „nein“ sagen möchtest? Würdest Du wollen, dass jemand Dich belügt und sich dabei total unwohl in seiner Haut fühlt, nur weil er sich verpflichtet fühlt, Dir einen Gefallen zu tun?

Mehr dazu am Sonntag, 13.06.2021 im Live Online Workshop „Die Magie der Worte“

Hier gibt’s Tickets >>>>>>>

 

 

 

Zusammenfassung:

Mit diesen 7 einfachen Veränderungen Deiner Sprache kannst Du Dein Selbstvertrauen stärken

  1. Ersetze „man“ durch „ich“
  2. Ersetze „aber“ durch „und“
  3. Ersetze „schlecht“ durch „nicht wie erwartet“
  4. Ersetze „müssen“ durch „wollen“, „können“ und „dürfen“
  5. Streiche das „zu“ – und lass die Dinge, wie sie sind
  6. Streiche möglichst viele Relativierungen wie „eigentlich“
  7. Sag nein, wenn es ein Nein ist.

 

Und hör auf zu erzählen, dass Du zu wenig Selbstvertrauen hast – fang an: „Selbstvertrauen stärken!“ lautet ab heute die Devise! 

Wenn Du wirklich und nachhaltig Dein Selbstvertrauen stärken möchtest, kannst Du jeden Tag etwas dafür tun. Vor allem geht es darum, Dir neue Gewohnheiten zuzulegen. Diese sieben neuen Kommunikationsmuster sind ein sehr guter Anfang.


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