Neujahrsvorsätze

Neujahrsvorsätze? So wird’s was!

Liebe

Nina Deißler

Kommentar Liebe

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Silvester steht buchstäblich vor der Tür – für viele Menschen ein guter Zeitpunkt für einen Neuanfang oder eine Veränderung – naja, oder zumindest für gute Neujahrsvorsätze.

Was willst Du im neuen Jahr erreichen oder verändern?

Wenn es diesmal wirklich klappen soll, dann gibt es ein paar Dinge, die Du unbedingt wissen solltest:

Gute Vorsätze halten bei den meisten Menschen im Schnitt etwa 15 Tage. Und das hat viel damit zu tun, dass wir es falsch machen.

Darum scheitern Neujahrsvorsätze so häufig:

  1. Oft nehmen wir uns gute Vorsätze zum neuen Jahr für Veränderungen, die uns schwierig, mühsam, langweilig, anstrengend oder auf sonst eine Art unangenehm erscheinen.
  2. Viele Menschen treffen diese Neujahrsvorsätze auch zu kurzfristig: Obwohl man schon lange weiss, dass dieser Lebensbereich nicht „so in Ordnung“ ist (wie zum Beispiel, dass Du mit Deiner Gesundheit spielst, wenn Du weiter rauchst oder noch mehr zunimmst oder nicht mehr Bewegung bekommst) und dann trifft man zwar einen Vorsatz, hat aber keinen guten „Plan“, wie man diese Vorsätze konkret und erfolgreich umsetzt und durchhält.
  3. Oft sind wir die einzigen, die von diesen guten Vorsätzen wissen – wir haben niemandem, den wir kennen von unseren Neujahrsvorsätzen erzählt. Und warum nicht? Weil wir eigentlich schon fest damit rechnen, dass wir scheitern werden und dann niemandem Rechenschaft ablegen wollen…
  4. Viele Menschen nehmen sich auch schlicht zu viel auf einmal vor: Das Leben könnte an so vielen Stellen besser laufen… da müsste man ja eigentlich… und dann naja… dann fängt man gar nicht erst an, weil es eh nicht zu schaffen ist… und lebt weiter unter seinen Möglichkeiten. 

Na, kommt Dir etwas davon bekannt vor? Wenn auch du schon an guten Vorsätzen gescheitert bist, dann lag es vermutlich an mindestens einem dieser vier Punkte.

Sie sind das perfekte Rezept, wie Du scheiterst.

Besonders der erste Punkt wird dabei oft unterschätzt – doch mit dem steht und fällt Dein Erfolg, wenn Du etwas in Deinem Leben verändern möchtest: Dein Verstand ist darauf programmiert, Dinge abzulehnen, die Du Dir selbst schon als Mühsal und Anstrengung vorstellst. Natürlich ist es kein „Spaziergang“ Gewohnheiten zu ändern, Süchte aufzugeben oder etwas vollkommen neues zu beginnen. Allerdings darfst Du dabei nicht übersehen, dass es etwas gibt, was eine stärkere Macht hat, als Deine Willenskraft:

 

Deine Fantasie ist immer (!) stärker, als Dein Wille!

Auch wenn Du noch so sehr willst, dass Du ab sofort dreimal die Woche zum Sport gehst, endlich Deine Schüchternheit überwindest oder aufhörst zu rauchen:

Deine Vorstellungskraft ist es, die Dir hilft – oder Dich sabotiert. Je nachdem, wie Du sie einsetzt:

Es ist Deine Fantasie und Vorstellungskraft, die Dir vermittelt und Dich fühlen lässt, wie nass und kalt es draußen ist, wie mühsam das Abrackern im Fitness-Studie wäre, wie gefährlich es wäre, jemanden anzusprechen oder wie gut Dir jetzt ein tiefer Zug einer Zigarette  oder ein schönes Stück Kuchen täte…. genau diese Vorstellungskraft kann Dir andererseits auch zeigen, wie wenig sinnvoll es ist, etwas Neues anzufangen!.

Aber leider zeigt sie Dir eher die Nachteile der neuen Gewohnheit und die Vorteile der alten, als umgekehrt! Sie ist wie ein Stimme, die Dir einflüstert: „Fang bloß nichts Neues an – wir sind doch bisher immer gut gefahren damit!“

Und tatsächlich funktioniert es genau so. Es heißt ja nichts umsonst: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!“ Dein Unterbewusstsein hat nämlich gespeichert: „Mit dieser Strategie haben wir bisher überlebt!“. Und genau darum geht es. Wenn wir wissen, was „im Moment“ hilft, um Schmerzen zu vermeiden, dann werden wir diese Strategie immer wieder anwenden, denn „akute Schmerzvermeidung“ und „Schutz vor akuter Gefahr“ hat immer Priorität, wenn es um unsere Entscheidungen geht… und da beugt sich irgendwann auch der stärkste Wille unseren „Instinkten“.

Natürlich könnte man sich jetzt fragen, warum unsere Instinkte denn nicht instinktiv dem folgen, von dem wir wissen, dass es langfristig besser wäre für uns. Nun: Das müssen wir uns selbst erst einmal beweisen… unser Instinkt ist eben eher „kurzfristig orientiert“ und hält sich immer an das, was er schon kennt. Das sind die Gewohnheiten. Gewohnheiten geben uns Sicherheit.

Wenn Du Dir anschaust, wie Dein Leben läuft, dann wirst Du feststellen, dass sehr viel von dem, was Dir möglich ist und was jeden Tag so passiert (und passieren kann), mit Deinen Gewohnheiten zusammenhängt. Vielleicht ist Dir das bisher gar nicht aufgefallen – aber fast alles in Deinem Leben wird von Deinen Gewohnheiten bestimmt: Von der Art wie Du Dir Zähne putzt bis hin zu ob und wie Du mit anderen Menschen sprichst und was Du Dir in Deiner Fantasie ausmalen kannst: Alles Gewohnheit.

Bei Neujahrsvorsätzen geht es darum, Gewohnheiten zu verändern – und das macht eben man nicht alleine durch gute Vorsätze: Da muss schon was Besseres kommen!

 

Wie macht man gute Neujahrsvorsätze?

Zunächst einmal würde es helfen, wenn Du die drei Punkte des Scheiterns von da oben umkehrst – also:

  1. Anstatt sich gute Vorsätze zu machen, die Du im „nicht mehr tun“ oder im „müssen“ formulierst, formuliere Ziele, die Dich motivieren. Male Dir das „Endziel“ dessen aus, warum Du etwas im neuen Jahr tun oder nicht mehr tun willst und male es Dir in allen, wunderbaren, vorteilhaften, schönen, angenehmen „Farben“ aus.
    Sag also nicht mehr: „Ich will aufhören zu rauchen“ – sondern eben: „Ich will einen schönen, fitten, gesunden Körper. Eine freie Lunge. Ich will frei atmen. Ich will mehr schmecken und riechen. Ich werde gesund sein und immer gut riechen! Ich will einen Kilometer weit laufen können, ohne röcheln zu müssen. Ich will bei jedem Wetter drinnen bleiben und die Gemütlichkeit genießen. Ich will entspannen können – einfach so.“
    Ich bin sicher, Du findest für jeden Deiner Neujahrsvorsätze etwas ähnliches, passendes wie das, oder? Setz Dich hin und schreib es Dir auf. Ergänze es in den nächsten Tagen immer wieder um alle positiven Facetten, die Dir einfallen.
  2.  Triff Deine Neujahrsvorsätze nicht zu kurzfristig – und verlange nicht zu viel auf einmal von Dir: Wenn Du z.B. weisst, dass Du mehr Sport machen sollst und bisher gar keinen machst, dann mach Dir einen Plan, der Dich heran führt.
    Wenn Du z.B. ab sofort zwei mal die Woche eine halbe Stunde stramm spazieren gehst oder jeden Morgen zu Deinem rockigsten Lieblingslied 3 Minuten lang tanzt, was das Zeug hält, ist das sicher sehr viel leichter zu bewerkstelligen als ab sofort von 0 auf 4 mal pro Woche zum Sport zu gehen.
    Wenn Du die eine neue Partnerschaft wünschst, wirst Du schnell frustriert sein, wenn Du Dir jetzt direkt zwei Online Dating Portale aussuchst und dreimal die Woche irgendwohin gehen willst, um jemanden kennen zu lernen. Warum? Das erkläre ich Dir gerne in meinem Artikel „Online Dating ohne Frust“ – hier >
  3. Erzähle möglichst vielen Menschen – und vor allem denen, die Dir wichtig sind von Deinen Neujahrsvorsätzen und bitte Sie, Dich zu unterstützen!
    Gute Freunde, Familienmitglieder, Kollegen – sie alle sind wertvolle Motivatoren und es wird ausserdem leichter, da sie wissen, wie sie Dir helfen können: Wenn Du z.B. abnehmen möchtest, wäre es gut, wenn Deine Liebsten das wissen und Du ihnen sagst, dass sie Dir helfen können, indem sie Dir in den nächsten Wochen keine Süßigkeiten anbieten.
  4. Nimm Dir erst mal nur einen – den für Dich wichtigsten oder einfachsten – Bereich vor. Ein Ziel, das Du erreichst ist besser als 5, die Du nicht erreichst.

 

Besser als „Neujahrsvorsätze“

Was allerdings noch deutlich besser funktioniert als Neujahrsvorsätze sind Entscheidungen! Nimm all das, was ich Dir im letzten Absatz beschrieben habe – aber mach daraus keine guten Vorsätze, sondern triff Entscheidungen. 

Überlege Dir ganz genau, wofür Du Dich entscheiden willst und dann tu es: Entscheide Dich.

Schreibe Deine Entscheidungen auf – wenn Du willst als Kommentar direkt hier unter den Artikel – oder Du teilst den Artikel auf einem sozialen Netzwerk und schreibst dazu, wofür Du Dich entscheidest.

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Wie Du gute Entscheidungen triffst:

  • Entscheide Dich nie gegen etwas – sondern immer für etwas.
  • Formuliere in Deiner Entscheidung auch konkret, was das bedeutet für Dich als Mensch
  • Formuliere, welches Ergebnis – welche Wirkungen das für Dich haben soll.
  • Wenn Du an diese Wirkungen denkst, frage Dich (das ist meine persönliche Entscheidungsstrategie)
    1. Könnte das Spaß machen?
    2. Könnte ich etwas lernen dabei?
    3. Könnte es für mich oder für sonst jemanden/etwas gut sein?
  • Je mehr Du zu diesen drei Punkten ja sagen kannst – umso deutlicher wird, dass Du eine gute Entscheidung triffst.

Und dann kommuniziere Deine Entscheidung: Bekenne Dich zu ihr und bitte Deine Freunde und Mitmenschen darum, Dich bei Deiner Entscheidung zu unterstützen. Du wirst überrascht sein, wie viele Menschen bereit sind, das zu tun und wie motivierend das ist.

Anstatt also zu sagen: „Ich will im neuen Jahr mit dem Rauchen aufhören“ sagst Du: „Ich entscheide mich für meine Gesundheit und meinen Körper! Das bedeutet, dass ich Nichtraucher sein werde. Ich werde…. tun, um das zu erreichen. Und die Wirkung wird …… sein. Ich werde …. tun können und werde mir …. gönnen (z.B. von dem Geld das ich dadurch gespart habe). Ich mache das, weil….“

Um eine Gewohnheit – und damit Dein Leben – wirklich ändern zu können, musst Du der Mensch sein, der andere Gewohnheiten hat. Frage Dich: Was ist an dem Selbst von Dir anders, dass erreicht hat, wo Du hin möchtest? Wie kannst Du mehr und mehr dieser Mensch werden?

Lies dazu auch meinen Artikel über die Funktion Deines Gehirns: So programmierst Du Deinen Autopilot

Bewusstsein sucks: So programmierst Du Deinen Autopilot

Bau Dir Motivations-Hilfen ein:

Der Weg kann lang sein und manchmal auch nicht ganz einfach… doch wenn Du Dir Etappenziele einbaust, an Belohnungen für Erfolge denkst und Hilfe hast, wirst Du es schaffen. Die gute Nachricht ist: Wenn Du eine neue Angewohnheit etwa 90 Tage durchhältst, ist sie in der Regel etabliert und Du brauchst kaum noch Willenskraft oder Selbstdisziplin.

Warte nicht bis zum 31.12. um 23:59 Uhr – sondern triff direkt jetzt eine Entscheidung und fang direkt jetzt an, diese Entscheidung zu unterstützen:

  • Kommuniziere sie
  • Mach Dir jetzt einen Plan
  • Such Dir jetzt Verbündete
  • Mach Dich jetzt auf den Weg
  • Zeig Dir jetzt an Kleinigkeiten, was Du jetzt schon ändern kannst

 

Die „Anstatt-Methode“

Sehr hilfreich ist es auch, sich Sätze zu machen und wie Affirmationen immer wieder aufzusagen, die „anstatt“ beinhalten:

  • Anstatt eine Zigarette zu rauchen, lutsche ich ein Minz-Bonbon (oder trinke ein Glas Wasser, gehe 200 Schritte…)
  • Anstatt auf dem Sofa zu sitzen und Chips zu essen, tanze ich 3 Minuten zu meinem Lieblingslied
  • Anstatt immer auf meine Schuhe zu schauen, lächle ich jemanden an

Und so weiter…

Das klingt zwar simpel, hat aber eine nachhaltige, psychologische Wirkung: Dein Verstand hört permanent mit und stimmt Dir irgendwann zu. Er sagt sich: „Okay – anstatt das zu tun, tun wir jetzt das…“ und macht einfach mit. Probier es unbedingt aus – das ist ein fantastischer Life-Hack!

Die Visualisierungs-Methode

Nimm Dir nicht zu viel vor – das ist ganz wichtig! Aber von dem, was Du Dir vornimmst, mach Dir eine Vision: Übe Dich darin, dir immer wieder in allen möglichen Einzelheiten das gute Ergebnis auszumalen. Sieh Dich selbst, wie Du tust, was Du tun willst und kannst was Du lernen willst und bist, was Du sein möchtest. Dann „schlüpf in Dich hinein“ und nimm es wie durch Deine eigenen Augen wahr.

Das war auch für mich eine große Hilfe: 2020 wollte ich 15 Kilo abnehmen – und meine größte Motivation war eine Wanderung durch den Himalaya. Ich wusste, dass mir hier jedes überflüssige Kilo weh tun würde. Und so wendete ich alle hier beschriebenen Methoden an:

Jedes mal, wenn mich etwas in Versuchung führte, sagte ich mir: „Ich könnte jetzt dieses Stück Kuchen essen – oder im März das Annapurna Base Camp erreichen.“ Dann malte ich mir aus, wie ich durch die die eindrucksvolle Bergwelt marschierte und mein Ziel erreiche… Und was soll ich Dir sagen:

Nina Deissler Annapurna Basecamp Nepal

Der Sonnenaufgang auf 4.130 Metern – umringt von lauter 8.000 Meter hohen Gipfeln ist unglaublich!

Unterstütze Deine Ziele mit einem Vision Board

Schneide aus Zeitschriften Bilder und Sätze aus und klebe Sie Dir auf einen großen Papierbogen. Hänge diese Collage – Dein Visionboard –  mit Deinem Wunschziel an einen Ort, wo Du sie jeden Tag bewusst siehst und ein paar Minuten betrachten kannst. So, dass Du Dich jeden Tag daran erinnerst, was Du erreichen willst und warum Du neue Gewohnheiten etablieren möchtest.

Es gibt auch Menschen die schwören darauf, das eine „von-nach-Collage“ – also so eine Art „Vorher-Wunsch-Nachher“ Bild Wunder wirkt:

Sammle also Bilder und Sätze, die Deinen momentanen Ist-Zustand beschreiben und all die Nachteile, die er hat. Die klebst Du auf ein Bild – und auf das andere eben Dein Ziel und all die Vorteile, die damit verbunden sind. Streiche dann das „alte“ Bild einmal durch und hänge die Bilder nebeneinander. Jeden Tag, an dem Du etwas dafür getan hast, von dem einen Bild zum anderen zu kommen, darfst Du das alte wieder „durchstreichen“. So lange, bis man das alte Bild gar nicht mehr richtig erkennen kann…

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Brauchst Du Unterstützung?

Dafür bin ich da! Gerade falls Deine Neujahrsvorsätze etwas mit Liebe und Partnerschaft zu tun haben, solltest Du unbedingt dran bleiben: Hol Dir einen Coach – Coaching ist eine Investition in Deine Zukunft. Ein Coach begleitet Dich z.B. 3 Monate und hilft Dir, gute Ziele zu formulieren, eine unterstützende Vision zu kreieren und dran zu bleiben, bis die 90 Tage vorbei sind, in denen es anfangs schwer ist. So, dass Du durchhältst und Dein neues, besseres Leben wirklich beginnen kannst!

Hier findest Du eine Auswahl von Coaches, die ich persönlich ausgebildet habe >>>

Mach den Selbsttest, welcher Liebesschlüssel für Dich zur Liebe führt und ich kann Dir die beste Unterstützung anbieten, die Du nur haben kannst… und ja: Du kannst Dich für die Liebe entscheiden!

Es beginnt damit, dass Du Dich für die Liebe als solche entscheidest und genau das auch kommunizierst:

  • Kannst Du Dich entscheiden, dass Du Dich für die Liebe öffnen möchtest?
  • Kannst Du sagen: „Ich entscheide mich dafür, dass ich mich im neuen Jahr verlieben und eine/n Partner finden möchte!“?
  • Kannst Du das Deinen Freunden mitteilen?

Denn das wären wundervolle Voraussetzungen für wahrhaft wundervolle Entwicklungen im neuen Jahr.

Ich würde mich freuen, wenn ich oder meine Coaches Dich dabei unterstützen können!

Ich wünsche Dir ein frohes, neues Jahr – das beste Deines Lebens bisher!

 

 

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