Valentinstag – alles Quatsch… oder?

Liebe

Nina Deißler

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Bald ist es wieder soweit… Unübersehbar prangen die Herzen an Blumenläden und vielen anderen „kommerziellen Einrichtungen“. Neben Blumen, Pralinen und Schmuck gibt es tausende von Möglichkeiten, endlich seinem oder seiner Liebsten zu zeigen, wie groß der eigene Hang zur Romantik ist…

Es nähert sich unaufhaltsam der Tag der Liebenden – am 14. Februar ist Valentinstag!

Stell Dir vor, es ist Valentinstag… und keiner geht hin!?

„Alles Quatsch“, sagen viele – vor allem Singles und Menschen, die sich von ihrem Partner in Sachen Romantik nicht nur zum Valentinstag ohnehin wenig erhoffen.

„Wir haben uns jeden Tag gern“, sagen andere und argumentieren damit, dass sie sich nicht vorschreiben lassen wollen, wann sie sich besonders zu lieben haben.

Stimmt – das kann ich unterschreiben.

Und doch…

Weißt Du, warum es den Valentinstag überhaupt gibt?

Der Valentinstag geht zurück auf einen christlichen Geistlichen namens Valentin von Terni, der vor langer, langer Zeit heimlich Paare getraut hat, die zusammen sein wollten, weil sie ineinander verliebt waren – auch gegen den Willen der Familien – weil diese ihre Kinder in der Regel aus „vernünftigen Gründen“ mit „guten Partien“ verheiraten wollten. Der Geistliche soll den Brautpaaren nach der Zeremonie Blumen aus seinem Garten geschenkt haben… und wie meistens in solchen Geschichten wurde er dafür eines Tages ermordet.

Wer den Valentinstag also aus Trotz nicht begeht, dem sei gesagt, dass dies ein Tag ist, wo man doch in Wahrheit  Menschen gedenkt, die selber trotzig waren… Mit anderen Worten: Gerade die Trotzigen sollten doch ganz unbedingt den Valentinstag feiern! 😉

 

Wie man es auch sehen könnte

Ich denke mir das so: Auch ich liebe meinen Mann jeden Tag – naja – sagen wir: fast jeden Tag. Und wir sagen und zeigen uns das nicht nur am Hochzeits- oder Geburtstag. Im Gegenteil.

Und trotzdem freue ich mich auf den Valentinstag:

Zwischen all den Terminen, der Arbeit, dem Alltag finde ich es schön, einen Tag zu haben, an dem man sich ganz bewusst daran erinnert, wie schön es ist, dass man sich gefunden hat und wie viel man einander bedeutet. Vor allem in einem sonst eher grauen und tristen Monat wie dem Februar.

Ich will nicht, dass mein Mann mir Blumen schenkt – aber ich freue mich über eine kleine Aufmerksamkeit. Das muss überhaupt nichts großes (und schon gar nichts gekauftes in Herzform) sein. Es geht dabei nicht darum, dass es aussergewöhnlich oder spektakulär ist, sondern einfach etwas Liebevolles.

Wir werden uns ganz bewusst die Zeit nehmen, einander zu sagen, was wir am anderen mögen und wofür wir dankbar sind. Dafür ist mir jeder Tag Recht – auch wenn es ein 14. Februar ist…

Und wenn Du ein richtiger Revoluzzer sein willst: Wähle Dir doch Dein eigenes Datum!

Eine lustige Variante wäre auch, wenn jeder von Euch sich ein Datum ausdenkt, an dem er den anderen mit einem „Überraschungs-Valentinstag“ bedenkt. Oder Ihr würfelt ein Datum…

Warum „brauchen“ wir Feiertage?

Weil der Alltag eben an allen Tagen ist und uns ablenkt, beschäftigt und sogar regelrecht verschlingen kann. „Ich wollte ja immer mal…“ oder „Man müsste mal wieder…“ sicher kennst Du solche Sätze auch. Und genau deshalb gibt es Feiertage – weil sie uns daran erinnern sollen, zu feiern und zu leben. Und eben nicht nur zu arbeiten, zu funktionieren und alles „am Laufen“ zu halten.

Rituale und Überraschungen sind wichtig für jede Partnerschaft und es sind diese kleinen Inseln im Alltag, die wir nutzen können, um inne zu halten und zu bemerken, dass es etwas besonderes ist, in einer Partnerschaft zu sein. 

 

Single am Valentinstag, na und?

Als Single am Valentinstag allein zu sein ist traurig, weil man sich den Valentinstag dann oft besser vorstellt, als er für viele Paare tatsächlich läuft. Aber man kann sich gerade diesen Tag sehr schön damit versüßen, dass man anderen Menschen etwas Nettes sagt oder schickt, ohne dass man zwangsläufig selbst in Erscheinung tritt.

Jeder Mensch, der aktuell nicht in einer Partnerschaft ist, kann an diesem Tag auch etwas tun… vielleicht einen sogenannten „Random Act of Kindness„: Hierbei geht es darum, etwas Nettes und Uneigennütziges für einen Fremden zu tun. Eine gute Tat ohne dass jemand Bestimmtes gemeint ist bzw. ohne, dass man selbst etwas damit erreichen möchte. Oder vielleicht sogar, etwas für jemanden, den man kennt und mag.

Warum denn eigentlich nicht?

Der Valentinstag wäre ein guter Tag dafür – genau wie jeder andere – ein bisschen mehr Herzlichkeit in die Welt zu bringen.

Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, da macht jetzt jemand den Briefkasten auf und findet eine Karte, auf der zum Beispiel steht: Du sollst wissen, dass du ein wirklich toller Mensch bist. Dafür muss man auch nicht unbedingt in die Person verliebt sein. In den angelsächsischen Ländern ist es auch unter Freunden und Bekannten nicht unüblich, sich am Valentinstag gegenseitig Karten oder kleine Geschenke zu schicken.

Auch wenn der heimliche Schwarm nichts davon ahnt und man vielleicht sogar anonym bleiben möchte, ist es doch ein gutes Gefühl wenn man weiß, er oder sie findet am Valentinstag eine Karte im Briefkasten auf der so etwas steht wie: „Du bist ein wunderbarer Mensch!“ oder „Ich wollte Dir schon ganz lange sagen, wie toll ich Dich finde!“.

Ein paar richtig gute Ideen findest Du in diesem Artikel über den den Tag der Liebenden >>>>

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