Bist Du „gut genug“?

Liebe

Nina Deißler

Kommentar Liebe

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Viele Menschen, die zu mir kommen haben Angst, nicht gut genug zu sein. Und es ist erschütternd, wie weit diese Angst verbreitet ist und wie viele Menschen, die mitten im Leben stehen, beruflich erfolgreich sind und nach außen hin vollkommen selbstbewusst wirken, tief im Inneren mit Selbstzweifeln und Versagensängsten ringen. 

Und das fatale ist: Im Beruf wird diese Angst ja an manchen Stellen belohnt, denn sie macht uns so schön fleißig. Sie machst uns so leistungsbereit und ehrgeizig. Zu mir kommst Du dann, wenn Du bemerkst, dass all Dein Streben, Dein Fleiß, Deine Karriere Dir in Sachen Liebe überhaupt nicht nützt. Denn: Perfektion und Erfolg kann man zwar bewundern… aber wir verlieben uns nicht darin. Im Gegenteil… 

Die Angst davor, nicht genügen scheinen so viele Menschen zu kennen – und die Angst vor Ablehnung geht Hand in Hand damit. Und ich kann Dir versprechen: Damit kannst Du Dir Dein komplettes Leben in allen Bereichen komplett versauen.

Ich möchte Dir deshalb heute eine andere Perspektive geben und Dir ein paar Fragen stellen:

Wie gut bist Du darin, Dich beschäftigt zu halten?

Versteh mich nicht falsch: An sich ist nichts Schlechtes dabei, sich mit den verschiedensten Dingen zu beschäftigen – im Gegenteil.

Aber die interessante Frage ist doch: Wie viel von dem, womit Du Dich den ganzen Tag so beschäftigst, hat tatsächlich mit Dir zu tun und bringt Dich weiter?

Nehmen wir Deinen Tag heute:

  • Stress bei der Arbeit? Und nur darüber nachgedacht, wie ätzend das ist?
  • Nachrichten gelesen oder gehört, durch die Facebook-Timeline gescrollt… geschaut, was die anderen so machen?
  • Und nach Feierabend? Internet? Schauen was es neues gibt bei Insta, twitter, Xing, Spiegel online, Parship, Elitepartner oder das Tinderprofil checken… oder vielleicht Fernsehen? Nachrichten über Krieg, Bedrohung, kritische Finanzmärkte, Lebensmittelskandale, gesunkene Fähren in Indien, Hochwasser, Hurrikane, Aufstände oder das Leben anderer Menschen…oder Computer zocken…
  • Dann noch mal kurz Mails checken und ab ins Bett?

Wie oft hast Du dabei eigentlich mal an etwas gedacht, das Dich wirklich betrifft?

Wie viel Zeit hast Du heute damit verbracht, an etwas zu denken, das „Du“ bist?

Wie viel Zeit hast Du heute an Dinge gedacht, die Dich glücklich machen?

  • Deine Träume?
  • Deine Ziele?
  • Deine Wünsche, Hoffnungen, Pläne, Ideen?
  • Das, was Dir gut tut, Dich glücklich macht, die Zufriedenheit und Inspiration schenkt?
  • Das, was Du gut kannst – oder noch besser können möchtest

Kennst Du sie eigentlich noch – Deine Träume?

Hältst Du ab und zu mal inne und überlegst Dir, was Du überhaupt willst vom Leben und ob Du auf dem „richtigen Weg“ bist?

Was hat das alles mit Dir zu tun gehabt heute?

Wenn Du Dich (zu) oft fragst, ob Du „gut genug“ bist, dann gibt es in diesem Zusammenhang eigentlich nur eine einzige Frage, die Du Dir stellen solltest, und die lautet:

Wie gut bist Du darin, Du zu sein?

Das ist die beste und vielleicht sogar einzige Frage, die wir uns stellen sollten, wenn wir darüber nachdenken, ob wir „gut genug“ sind. Es geht nicht um die Anforderungen anderer – es geht um Dich!

So viele Menschen denken so oft darüber nach, ob sie „gut genug“ sind. Und sie wissen noch nicht einmal, was das überhaupt bedeutet…

Und es gibt niemanden, der das je bestimmen könnte: Manchmal sind wir zum Beispiel nicht gut genug für einen Job. Aber eben nur für diesen und in den Augen einer bestimmten Person… und vielleicht hat das mehr mit dieser Person zu tun, als mit dem Job oder sogar mit Dir.  Manchmal sind wir nicht gut genug, um eine Prüfung zu bestehen – doch tatsächlich fallen mehr Menschen durch Prüfungen, weil sie Angst haben, nicht gut genug zu sein, als durch zu wenig Wissen oder Fähigkeiten. Das ist doch verrückt!?

Die meisten Dinge in unserem Leben scheitern nicht deshalb, weil wir nicht gut genug sind, sondern weil wir es aus Angst vor dem Versagen oder vor den Folgen gar nicht erst probieren. Und wie viel Spaß, Erlebnisse, Erfahrungen und Lernmöglichkeiten nehmen wir uns damit!

Menschen die zu mir kommen, haben meistens Angst nicht gut genug zu sein für einen Partner oder eine Partnerschaft. Und solange sie das glauben, haben sie damit auch Recht!

So, wie Du bei der Prüfung versagen kannst: nicht weil Du nichts weisst, sondern weil die Angst, nicht gut genug zu sein, Dich lähmt und dafür sorgt, dass Du es verbockst… So wirst Du, solange Du denkst, Du seist „nicht gut genug“, auch verschlossen sein oder misstrauisch, langweilig und einsilbig durch die lähmende Angst etwas falsch zu machen  – mit anderen Worten: Unattraktiv.

Wenn Du in einer solchen Situation steckst, dann denkst Du vielleicht: „Ich bin nicht ich selbst.“ Doch, das bist Du. Das bist exakt Du – mit dem Gedanken „Ich bin nicht gut genug“.

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Du könntest natürlich auch was anderes denken.

Du könntest denken:

Ich bin gut genug. Ich weiß zwar nicht, ob die andere Person mich mögen wird – aber ich bin gut genug. Ich kann ja auch noch gar nicht wissen, ob ich die andere Person wirklich mag. Er/sie sieht gut aus – aber was heißt das schon? Habe ich mich schon mal in jemanden verliebt, weil er/sie „gut genug“ war oder waren es ganz andere Dinge? Worin verliebe ich mich? Was tun oder sagen andere, dass bei mir das Gefühl auslöst: Die/den mag ich? Ist es das „gut genug“ sein? Oder etwas ganz anderes? Es ist etwas anderes… Gottseidank! Ich muss also gar nicht darüber nachdenken, ob ich gut genug bin… ich muss nur herausfinden, ob der/die da und ich irgendwas gemeinsam haben, das sich gut anfühlt. Wenn er/sie mich nicht mag oder ich ihn/sie nicht mag, dann hat das nichts mit „gut genug“ zu tun, sondern einfach damit, dass wir nicht auf einer „Wellenlänge“ sind. Und das wäre ja nicht schlimm. Dann weiss man es und gut…

Na klar, das ist ein seeeeeeeehr langer Gedanke. Dieser Gedanke ist ungefähr so lang wie der, den Du Dir vermutlich sonst machst, um Dich schlecht zu fühlen.

Und keine Sorge – er ist nur ein Beispiel und er wird sich im Laufe der Zeit immer weiter und weiter verkürzen!

Beim nächsten mal denkst Du vielleicht nur noch:

Ich bin gut genug. Ich weiß zwar nicht, ob die andere Person mich mögen wird – aber ich bin gut genug. Ich kann ja auch noch gar nicht wissen, ob ich die andere Person wirklich mag. Ich muss also gar nicht darüber nachdenken, ob ich gut genug bin… ich muss nur herausfinden, ob der/die da und ich irgendwas gemeinsam haben, das sich gut anfühlt. Wenn er/sie mich nicht mag oder ich ihn/sie nicht mag, dann hat das nichts mit „gut genug“ zu tun, sondern einfach damit, dass wir nicht auf einer „Wellenlänge“ sind. Und das wäre ja nicht schlimm. Dann weiss man es und gut…

Und irgendwann denkst Du dann nur noch:

Ich bin gut genug. Ich muss nur herausfinden, ob der/die da und ich irgendwas gemeinsam haben, das sich gut anfühlt.

Niemand kann Dir verbieten, das zu denken.

Natürlich könntest Du damit argumentieren, dass Du es nicht gewöhnt bist, das zu denken.

Das stimmt.

Du könntest damit argumentieren, dass Deine Eltern / Lehrer / Klassenkameraden / Chefs / Expartner Dir etwas anderes vermittelt haben.

Das stimmt nicht, denn: Ganz egal, was jemand zu Dir sagt: Du bist derjenige, der bestimmt, ob Du es glaubst – oder nicht.

Du hast die Macht zu glauben, was jemand zu Dir sagt oder zu denken: „Na, Du wirst schon sehen“ oder „Wer bist Du, dass Du wissen kannst, wozu ich fähig bin?“ oder „Was immer jemand zu mir sagt, zeigt, in welcher Welt er/sie lebt, das muss nicht meine Welt werden“.

Natürlich ist es ungewohnt – aber ganz ehrlich:

Nur weil Du schon lange etwas machst, dass Dir weh tut – willst Du es für immer weitermachen und Dir weiter weh tun, nur weil Du es gewöhnt bist? Ob willst Du Deine Gewohnheiten ändern zu etwas, das besser ist für Dich?

Es ist nur eine Gewohnheit – Gewohnheiten kann man ändern. Jeder kann das.

Du bist gut genug dafür.

Und dann könntest Du merken, dass es doch jemanden gibt, der bestimmen könnte, ob Du gut genug bist.

Du!

Und dann könntest Du bemerken, dass es ganz oft überhaupt gar nicht darum geht, ob Du „gut genug“ bist. Denn die Kriterien sind so oft ganz andere. Hast Du Dich schon mal in jemanden verliebt, weil er „gut genug“ war? Oder hast Du darüber vielleicht überhaupt nicht nachgedacht? War das „gut genug sein“ tatsächlich das wichtigste Kriterium wenn Du in Deinem Leben etwas erreicht hast, oder gab es vielleicht andere Kriterien die genau so wichtig oder sogar noch wichtiger waren?

Und dann könntest Du öfter darüber nachdenken, was Dich glücklich macht… auch das ist nur eine Gewohnheit.

Du könntest sogar damit anfangen, mehr von dem zu tun, was Dich glücklich macht.

Ich weiß, das ist ein sehr gewagter Gedanke… darf man das? Darfst Du das? Mehr von dem tun, was Dir gefällt? Einfach so?

Ach, weisst Du: Ich habe es ausprobiert. Alles eine Sache der Gewohnheit…

😉

Was meinst Du? Könnte es sein, dass Du in Zukunft auch mal was anderes denkst?

Falls Du „gut genug“ sein möchtest, um die Liebe Deines Lebens zu finden, dann bist Du hier richtig. Goldrichtig sogar. Lass uns doch zusammen herausfinden, wie wir Dich dabei unterstützen können:

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