Lernst Du immer die falschen Männer kennen? Das ist der Grund!

Liebe

Nina Deißler

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Häufig erscheint es Menschen auf Partnersuche so, dass sie „immer die Falschen“ kennen lernen: „Ich habe ja im Grunde keine Probleme damit, Leute kennen zu lernen, aber es sind immer die Falschen.“

Dabei lassen wir oft völlig außer Acht, dass der „falsche“ Mann bzw. die „falsche Frau“ vielleicht genau der/die richtige ist – nur leider für andere Bedürfnisse oder zum anderen Zeitpunkt…

Ich habe das selbst früher auch erlebt: Einen Mann für eine Affäre zu finden war kein Problem – aber wenn ich mich verliebte und „mehr“ wollte als Spaß zwischen den Laken, wurde es kompliziert. Oder ich lernte total liebe Männer kennen, mit denen ich mich nach wenigen Wochen langweilte…

Geht es Dir ähnlich? Dann habe ich eine gute Nachricht für Dich:

Fragst Du Dich manchmal: „Warum verliebe ich mich in die falschen Männer?“

 

Du brauchst Dich nicht mehr über die Falschen zu ärgern

Im Grunde sind es gar nicht immer die falschen Männer – Du hast sie vermutlich nur mit den falschen Signalen angelockt und sie erfüllen deshalb nicht das, was Du Dir eigentlich wünschst.

Vielleicht sogar, weil Du Dir bisher nicht eingesteht, was das ist!

Der gute alte Spruch „es gehören immer zwei dazu“ stimmt tatsächlich:

Kein Mann ist alleine der Schuft, der uns nicht so behandelt, wie wir es doch verdient hätten. (Und keine Frau ist die Schlampe, die den Mann aus Boshaftigkeit nicht erhört.)

Du selbst bist es, der die Gelegenheit dazu gibt und Dein Gegenüber mit Deinem Verhalten dazu regelrecht ermuntert:

  • Wenn er nicht anruft, ärgert Dich das ja nur deswegen, weil Du hoffst, dass er es täte. Die Tatsache des Nichtanrufens ist alleine gar nicht schlimm – es sei denn, Du erwartest etwas anderes, zeigst aber nicht deutlich, was Du erwartest.
  • Einer, der nicht treu sein kann, kann ein supertoller, amüsanter Gesprächspartner und auch Liebhaber sein – aber er will eben mit vielen Menschen Spaß haben – das macht ihn erst zum Schuft, wenn Du es dennoch erwartest.
  • Ein Mensch, der gerne eine Familie hätte und einsam ist, ist nur dann eine Nervensäge oder bedürftig, wenn Du Dich nicht so schnell in ihn verliebt hast, wie er sich in Dich…
  • Wer Dich nicht gut behandelt – der kann das nur, weil Du es zulässt.

 

Aktion und Reaktion

Eine Beziehung zwischen zwei Menschen besteht immer aus Aktion und Reaktion – aus einem Signal und dessen Erwiderung.

Ich habe schon in vielen Beziehungen Menschen erlebt, die sich mit unterschiedlichen Partnern ganz unterschiedlich verhalten haben.

Martin zum Beispiel war jahrelang ein „klassischer Schuft“:

Sein Freundin Janne war nicht unattraktiv, aber sehr eifersüchtig und ihr Hauptlebensinhalt war offensichtlich Martin – ansonsten hatte sie kaum Interessen oder Hobbys. Sie war auch für seinen Freundeskreis nie viel mehr als „Martins Freundin“. Irgendwann sagte er mal, dass Janne eine Frau sei, „um die man sich halt keine Sorgen machen müsse…“. Während sie stets zuverlässig treu war und nur Augen für ihn hatte, hatte er seine überall anders.

Ich fand das zunächst so schrecklich, dass ich Martin nicht besonders mochte. Dann merkte ich, dass Janne einen großen Anteil daran hatte, weil sie offenbar gar nichts anderes sein und werden wollte, als „die Frau von Martin“ und nur wenig Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl hatte. Sie hängte sich an Martin und verschloss die Augen vor allem, was nicht zu ihrer Fantasie passte. Dafür machte sie Martin regelmäßig Szenen, wenn er sie nicht so beachtete, wie sie es sich wünschte. Das führte bei Martin nur dazu, dass er darauf achtete, das sie nicht bemerkte, wenn er sich anderswo umschaute…

Irgendwann hatte Janne leider das Nachsehen: Julia ist eine selbstbewusste, charakterstarke und auch willensstarke, fast schon dickköpfige Frau, die wusste, was sie im Leben wollte und auch zeigen konnte, dass sie es wert ist. Martin fand sie faszinieren und merkte, dass er seinen Lebenswandel ändern musste, wenn er sie haben wollte. Julia stellte neue Spielregeln auf und Martin wollte mitspielen. Inzwischen sind die beiden verheiratet und haben ein Kind bekommen – und zwar ziemlich schnell…


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Menschen passen sich an Gegebenheiten an

Das sieht man schon bei Kindern: je nachdem welche Grenzen ihnen klar sind, so verhalten sie sich auch. Die Grenzen werden regelmäßig ausgetestet und bei Erfolg „erweitert“. Stück für Stück wagen sich kleine Menschen vor und probieren, wie weit sie gehen können. Gibt das Ärger, wenn ich anstatt des Papiers den Tisch vollmale? Hilft lautes Schreien, damit Mama mir ein Eis kauft? Wie lange muss ich schreien, bis sie nachgibt?

Genauso ist es auch mit den Erwachsenen: Je nachdem wie und als was sie Dich kennen lernen und wahrnehmen, so werden sie Dich sehen, in ihr Weltbild einfügen und mit Dir umgehen. Deine theoretischen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften nutzen gar nicht, wenn Du sie nicht lebst und zeigst.

Menschen bekommen stets einen ersten Eindruck voneinander, der sich an wenigen Informationen und Details festmacht. Von diesem ersten Eindruck jedoch schließen wir auf den Rest der Persönlichkeit – und verhalten uns entsprechend.

Stell Dir doch mal ganz ehrlich die Frage: „Kann man es mit Dir machen?“

Bist Du jemand, der von anderen grundsätzlich respektiert wird oder eher weniger? Bekommst Du im Job, was Du verlangst oder bist Du immer die/derjenige, deren Wünsche als letztes berücksichtigt, deren Vorschläge abgeschmettert werden? Ist Dein Freundeskreis unterstützen und pro-aktiv oder musst Du immer allen hinterherrennen und bist dann meist noch der „seelische Mülleimer“? Sprich. Kann man all das mit Dir machen?

Dabei ist eine Sache ganz entscheidend:

Wie Du mit Dir selbst umgehst.

Wie Du Dich behandelst ist quasi die Vorgabe für alle anderen, wie Du behandelt werden möchtest oder sogar musst.

Selbstachtung ist eine der wichtigsten Grundpfeiler für Beziehungen auf Augenhöhe und den Respekt anderer Menschen. Leider lernen wir Selbstachtung als Kinder nicht – eher im Gegenteil. Doch genau hier ist ein wichtiger Startpunkt, sich nicht mehr in die falschen zu verlieben.

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Gerade, wenn Du als Frau oft das Gefühl hast, Dich in die falschen Männer zu verlieben, kann es auch noch an etwas anderem liegen:

Männer haben eine Antenne für Sex

Die meisten Männer haben eine sehr gute Antenne für Gelegenheiten. Die meisten – auch wenn sie sich eine liebevolle Partnerschaft wünschen – würden eine Gelegenheit für „casual Sex“ wahrnehmen, wenn sie sich bietet. Und es gibt Frauen, mit denen man einfach Sex haben möchte und Frauen, die auch als Partnerin in Frage kommen.

Das hat damit zu tun, ob Du sie mit Sex und mit sexueller Energie „anlockst“ – oder mit dem Herzen. Tatsächlich. Dieselben Männer, die vielleicht „immer die Falschen“ sind, könnten auch die Richtigen sein, wenn Du ihnen etwas anderes anbietest. Viele Menschen lernen in der Kindheit den Trugschluss, sie seien nicht liebenswert. Fast immer wird das ausgelöst durch ein Kommunikationsproblem der Eltern, ein Missverständnis oder ein psychisches Problem der Eltern, das die Fähigkeit zur Zuwendung stört (aber das ist Thema eines anderen Artikels). Junge Frauen allerdings lernen häufig im Teenageralter, dass sie Zuwendung und Aufmerksamkeit, wenn sie ihre sexuellen Reize spielen lassen. Leider jedoch geht die Aufmerksamkeit und Zuwendung eines anderen Menschen dann meist nicht sehr weit über das Sexuelle hinaus.

Der „Knackpunkt“ an der Sache:

Wenn Du von Deiner Persönlichkeit, Deiner Herzenswärme, Deinen Qualitäten als Partner/in nicht überzeugt bist und wenn Du nicht weißt, was die geheimen Sehnsüchte des anderen sind, dann wirst Du nicht anbieten können, was bei ihm den Wunsch nach Partnerschaft und Verbindlichkeit mit Dir auslöst.

Du musst Dich also entscheiden, was Du willst:

Wenn Du die/den Richtigen finden willst, wirst Du das eher nicht bekommen, indem Du nachts in Clubs flirtest und dann mit einem „aussichtsreichen Kandidaten“ nach Hause gehst, um auch gleich ihre sexuellen Qualitäten zu testen.

Warum nicht?

Fast jeder geht davon aus, dass man sich allen gegenüber so verhält. Tatsächlich haben Männer hier einen kleinen biologischen Vorteil: Frauen produzieren in einem stärkeren Maße das Bindungshormon „Oxytocin“ beim Sex und verwechseln körperliche Anziehung meist stärker mit „verliebt sein“, so dass aus einem One-Night-Stand durchaus auch eine Beziehung werden kann. Das ist gleichzeitig eher die schlechte Nachricht für die Frauen… denn bei den meisten Männern ist das nicht so.

Was bist Du also, wenn er Dich so umhaut, dass Du gleich mit ihm ins Bett gehst?

Schon in ihn verliebt?

Nein: Du bist eine Frau, die mit jedem gleich am ersten Abend ins Bett geht.

Kein „Material“ für die Liebe des Lebens, sondern ein heißes Abenteuer.

Vielleicht denkt er genau wie Du, dass er „immer die Falschen“ kennen lernt… es ist übrigens kein (!) bewusster Prozess. Es ist ungefähr so, wie wir Frauen immer sagen, wir wünschen uns einen netten, ehrlichen, treuen, humorvollen Mann, der wirklich beziehungsfähig ist – und dann genau diese Männer sterbenslangweilig finden… 

 

Willst Du abwechslungsreichen, heißen Sex?

Dann hör für eine Weile auf, nach dem Partner fürs Leben zu suchen – und suche nach gutem Sex. Du wirst ihn bekommen, wenn Du tatsächlich genau danach suchst. Vor allem dann, wenn Du von Anfang an klar machen kannst, dass Du nur Sex und eine nette Zeit haben möchtest.

Einen Mann für Sex zu finden ist leicht – eine Frau zu finden, die nur Sex will ist ein kleines bisschen schwieriger. Nicht, weil wir Frauen keinen Sex wollen würden – im Gegenteil. Aber wir sind von Natur aus wählerischer, misstrauischer und wir haben „gelernt“, dass wir unsere Sexualität nicht so offen zeigen sollen. Einer Frau ein „Dickpic“ zu schicken, schreckt sich vermutlich auch dann ab, wenn sie sich eine Affäre vorstellen könnte: Das ist einfach plump – und sie geht davon aus, dass Deine Verführungskünste ebenso plump sind. Mit anderen Worten: Du bringst es nicht.

Solltest Du Dich als Frau „nachträglich“ in Deine Affäre verlieben, hast Du wie gesagt wahrscheinlich eher schlechte Karten: Du bist leider schon im Fach „guter Sex ohne Folgen“ abgelegt. Da kommst Du nur schwer wieder heraus.

Ungefähr so schwer, wie ein Mann bei einer Frau aus der „gute Freunde“ Schublade wieder rauskommt, wenn er ihr vorgemacht hat, dass er kein sexuelles Interesse an ihr hat, weil er denkt, dass sie ihn ablehnen würde wenn er sie begehrt…

Ist das nicht verrückt, dass wir im 21. Jahrhundert immer noch mit diesen Bildern im Kopf durch die Gegend rennen? Männer die glauben, dass sie Frauen Partnerschaft und Freundschaft versprechen müssen, um Sex zu bekommen und Frauen, die glauben sie müssen einem Mann Sex versprechen um Partnerschaft zu bekommen?

Beides funktioniert so gut wie nie!

Es sind eben nicht immer die falschen Männer (oder Frauen), in die wir uns verlieben… es sind eher immer die falschen Annahmen, die in immer die falschen Verhaltensweisen und damit immer wieder in total bekloppte, verfahrene Beziehungskonstellationen münden…

 

Wie funktioniert es?

Den Partner fürs Leben möchten wir kennen lernen, beobachten, am liebsten sogar (wenigstens ein bisschen) erobern müssen – weil er/sie es wert ist.

Er/sie hat Selbstvertrauen, weiß was er/sie will. Der Traumpartner lässt einen nicht zappeln oder warten, weil es in irgendeinem Ratgeber steht – sie/er ist nur einfach nicht bereit, sofort alles stehen und liegen zu lassen (und sich selbst hinzulegen) für ein bisschen Aufmerksamkeit, weil er weiß, dass er es wert ist, dass man sich um sie/ihn bemüht. Das Gefühl von Zusammenpassen entsteht eben nicht (nur) in der Körpermitte, sondern vor allem im Kopf und im Herzen.

Ja – und das ist doch eigentlich wirklich für beide Geschlechter so, oder?

Du musst von Anfang an klar machen:

Ich will „die/den einen“ oder keinen… Und wer weiß – vielleicht bist Du das ja? Nur so wirst Du auch herausfinden können, wie beziehungsfähig und –willig Dein Gegenüber ist.

Was nutzt Dir ein Partner, den Du nur mit Tricks und Täuschungen anziehen und bei Dir halten kannst?

Wenn Du „Unverbindlichkeit“ versprichst, damit er/sie sich in Dich verlieben kann und dann doch Verbindlichkeit wollen soll, wird das fast immer nach hinten losgeht.

Genau so sind es immer die Falschen!
Doch nicht, weil sie nicht ehrlich sind, sondern vermutlich weil Du es nicht bist.

Autsch…!

Werde Dir klar darüber, was Du wirklich willst und wer Du dementsprechend sein möchtest.

Unser Leben verläuft in unterschiedlichen Phasen, in denen wir mal mehr Freiheit und mal mehr die Geborgenheit einer Partnerschaft suchen – und häufig sind wir uns gar nicht klar darüber, wer und was uns dabei beeinflusst.

Falls Du bemerken solltest, dass Du vielleicht momentan gar keine Partnerschaft haben möchtest oder Du nur bestimmte Aspekte zu schätzen weißt, kann das für den Moment doch auch vollkommen in Ordnung sein?

Aber wenn Du „All-in“ willst – also auf’s ganze gehen möchtest, dann steh dazu und biete genau das an. Nicht jedem nächstbesten – sondern dem, der sich „als würdig“ erweist dafür…

Es kann natürlich auch sein, dass Du „immer die Falschen“ kennen lernst, weil Du unter dem „die ich will wollen mich nicht und die mich wollen will ich nicht“ Syndrom leidest. Auch darüber habe ich bereits einen Artikel geschrieben >>>

Ach, dieser Artikel könnte 100 Seiten lang sein… zum Glück habe ich darüber auch Bücher geschrieben… 😉

 

Doch für beide Geschlechter gilt: Selbstvertrauen und Selbstachtung sind die wichtigsten Faktoren, wenn es um Deinen Erfolg bei der Partnersuche – aber auch in der Partnerschaft selbst geht.

Nach fast 20 Jahren als Datingcoach und Beziehungscoach kann ich feststellen, dass ein gesundes Selbstvertrauen und ein stabiles Selbstwertgefühl in 95 % aller Fälle das ist, was den Erfolg oder Misserfolg einer glücklichen Partnerschaft ausmacht. Aber auch darüber könnte ich jetzt noch 100 Seiten weiterschreiben…

Wenn Du Dein Selbstvertrauen und Dein Selbstwertgefühl stärken möchtest, starte direkt mit „MUT:ICH“ – dort zeige ich Dir wie Du nachhaltig Selbstvertrauen, Selbstachtung und Mut aufbaust.

Hier zu „MUT:ICH“ >>>

Emotionale Verletzungen durch schlechte Partnerwahl? Lies hier weiter >>>>

Seelische Verletzungen heilen

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