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Die ich will, wollen mich nicht – die mich wollen, will ich nicht

Kommt Dir das bekannt vor?

Dann könnte dieser Artikel äußerst hilfreich für Dich sein, denn er handelt von Selbstwertgefühl und Selbstachtung – und was das damit zu tun hat, dass Du immer wieder dieses Liebeschaos erlebst:

Bei fast all meinen Klienten und Klientinnen, die dieses Phänomen beschreiben oder das Gefühl haben „Keiner will mich haben“, gibt es eine wichtige Gemeinsamkeit. Immer wieder stelle ich während des Gesprächs oder des Seminars fest, dass er/sie oft wie eine starke Persönlichkeit wirkt – aber in Wahrheit (gerade in Sachen Liebe) nicht besonders viel von sich hält.

Die meisten Betroffenen stehen mit beiden Beinen im Leben und haben auch beruflich oft Erfolg, gehen aber mit sich selbst nicht besonders gut um:

  • Sie loben sich nicht und feiern ihre Erfolge eher selten,
  • sie kritisieren sich selbst,
  • sie fühlen sich häufig nicht besonders attraktiv,
  • sie haben oft das Gefühl, sich beweisen zu müssen.

Einige davon halten sich insgeheim für „schlechte Partner“ (z.B. weil sie „schwierige Fälle“ seien oder „unattraktiv für ihre Zielgruppe“ o.ä.) oder sie sind sogar latent oder ganz offen wütend auf das andere Geschlecht, weil ihre Bedürfnisse regelmäßig nicht befriedigt werden.

Was daraus resultiert, ist fast immer, dass sie es nicht wagen, mit den Menschen, die sie wirklich attraktiv finden, Kontakt aufzunehmen. Gelingt dies doch, neigen sie zum Selbstboykott, sodass jeder gute Anfang schnell zunichte gemacht wird.

Die ich will, wollen mich nicht - die mich wollen, will ich nicht - Nina Deissler
Woran liegt das?

Obwohl der Mensch mit dem „Ich krieg nie die, die ich will und will die nicht, die mich wollen“-Syndrom nach außen hin erfolgreich wirkt, passiert es ihm häufig, dass er – wenn er sich verliebt – ein Gefühl von totaler Bedürftigkeit erlebt. Das hängt damit zusammen, dass er in Sachen Liebe ein defizitäres Weltbild verfolgt, und daran glaubt, dass er etwas tun muss (und kann), um geliebt zu werden. Und genau an diesem Punkt verliert der Betroffene jedes Mal seine Selbstachtung, wenn er sich verliebt.

Oder kurz gesagt: Viele Menschen, denen es immer wieder passiert, dass sie nicht bekommen, was sie wollen, erleben dies deshalb, weil sie selbst nicht bemerken, dass sie „eigentlich“ eine gute Partie sind. Daraus resultiert dann, dass sie sich total (sorry!) dämlich benehmen, wenn sie jemanden gut finden und dann entweder gar nichts tun oder sich so blöd anstellen, dass sie die andere Person in die Flucht schlagen.

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Auswirkungen von mangelnder Selbstachtung auf Deine Beziehungen

Es passiert dann folgendes – nehmen wir mal ein Fallbeispiel:

Cordula ist äußerlich eine selbstbewusste, erfolgreiche und „toughe“ Frau – doch ihr innerer Antrieb ist nicht Lebensfreude, sondern Ehrgeiz auf der Basis einer tiefen Angst, nicht gut genug zu sein. Das hat sie zu Hause gelernt. Beruflich ist sie top – aber sie hat von ihren Eltern oft das Gefühl bekommen, dass sie nicht geliebt wird, wie sie ist und dass sie sich mehr Mühe geben und sich Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdienen muss. Obwohl sie nach außen hin alles im Griff hat, überkommt sie oft heimlich die Angst, nicht zu genügen. Ihr sichtbarer Erfolg ändert nichts an den Selbstzweifeln, die ihre Erziehung ihr mitgegeben hat – und so fehlt es ihr in den entscheidenden Momenten an Selbstachtung und Selbstliebe.

Sie würde so gut wie alles dafür tun, von der „richtigen Person“ geliebt zu werden.

Cordula verliebt sich in Karsten – vermutlich weil er so ist, wie sie gerne wäre: Karsten hat, was sie gerne hätte. Er ist, was sie gerne sein würde und kann, was sie gerne können würde: Er liebt das Leben und ist erfolgreich, gutaussehend und selbstbewusst. 

Cordula gibt ihr Bestes: Sie verwöhnt Karsten, ist aufmerksam und liebevoll zu ihm. Sie will ihm zeigen, dass sie eine gute Partnerin ist und unternimmt ihr Bestes, um eine Beziehung aufzubauen.

Doch Karsten entwickelt keine Liebe zu Cordula – er bietet ihr „Freundschaft+“ (also eine lockere Freundschaft mit Sex) an. Im schlimmsten Fall behandelt er die unglücklich verliebte Cordula so, wie sie sich selbst behandelt: respektlos – und das ist die größte Verletzung für Cordula, denn sie möchte ja gut behandelt werden (vor allem deshalb, weil sie sich selbst meist nicht gut behandelt… daher wünscht sie sich ja, dass ein anderer sie gut behandelt).

Interessanterweise ist das auch schon mal vorgekommen: Als sie damals Markus kennen lernte, war sie zunächst fasziniert. Markus tat alles dafür, dass es ihr gut ging. Er behandelte sie liebevoll, respektvoll und aufmerksam. Doch irgendwann hatte sie den Eindruck, dass mit Markus was nicht stimmte… er war viel zu nett. Er war ein Weichei.

Sie fand immer mehr Gründe dafür, warum Markus als Partner total untauglich war und beendete die Beziehung. Im Grunde hatte Markus nur einen Fehler gemacht: Er hatte etwas getan, was Cordula selbst nie tun konnte – er hatte sie gemocht und geliebt, ohne dass sie sich dafür anstrengen musste. Ohne dass es Cordula bewusst war, empfand sie das als vollkommen inakzeptabel und verlor ihren Respekt vor Markus.

Dabei hatte Markus sich ihr gegenüber genau so verhalten, wie sie sich auch Karsten gegenüber verhielt… er wollte ihr zeigen, wie gerne er sie hat und verwöhnte sie daher.

Anders bei Karsten: Auch wenn er sie gar nicht will, löst er diese Faszination bei ihr aus. Insgeheim schmachtet sie weiterhin, ohne zu merken, was sie sich selbst damit antut. Sie versucht immer wieder, sich Karstens Zuneigung zu verdienen, indem sie ihm Angebote macht, ihm schmeichelt, immer für ihn Zeit hat und alles tun würde, um von ihm gemocht zu werden. Damit macht sie sich aber immer unattraktiver für Karsten und leidet vor sich hin. Ihre Glaubenssätze „Ich bin nicht liebenswert“ verstärken sich dadurch immer mehr und führen dazu, dass sie sich weiterhin auch selbst so behandelt.

Aus Karstens Sicht ist Cordula als Partnerin nicht begehrenswert, weil sie viel zu „bemüht“ ist. Sie hat ihre Selbstachtung über Bord geworfen, um von ihm anerkannt zu werden – doch das bemerkt sie leider nicht: Da sie wenig von sich selbst hält, glaubt sie, dass sie sich bemühen muss, um „gut genug“ zu sein. Wie unattraktiv sie sich damit macht, ist ihr nicht bewusst. Liebe gibt es nicht für Leistung – es ist unsere Ausstrahlung, die andere fasziniert – oder eben nicht… und Ausstrahlung bedeutet, dass das, was innen ist, nach außen strahlt.

Oft lernt Cordula Männer kennen, die „einfach nicht ihr Niveau“ sind: Dickbäuchige, einfältige Muttersöhnchen, die in ihr eine starke Frau sehen, bei der sie sich anlehnen könnten. Daher fragt Cordula sich selbst, ob mit ihr etwas nicht stimmt… denn die will sie wirklich nicht.

Ihr letzter „Fehlschlag“ war Thorsten: Er hat genauso wenig Selbstachtung wie Cordula. Er kann es jedoch nicht so gut verbergen wie sie: Bei Thorsten wird auch nach außen ganz gut sichtbar wie Cordula sich innerlich fühlt: unsicher und bedürftig. Cordula hält Thorsten für einen Waschlappen und verachtet ihn – auf keinen Fall könnte sie sich in so einen verlieben.

In Wahrheit hält sie von Thorsten ungefähr dasselbe wie von sich selbst… Und behandelt den unglücklich Verliebten letztlich so, wie sie sich selbst behandelt: respektlos.

Jaja, es ist kompliziert.

Oder etwa doch nicht?

Die die ich will, wollen mich nicht - die mich wollen, will ich nicht - Nina Deissler

Das Geheimnis der Selbstachtung

Andere behandeln Dich so, wie Du Dich selbst behandelst: Die Art, wie Du mit Dir umgehst und was Du von Dir selbst hältst, zeigt allen anderen, wie Du behandelt werden möchtest.

Du gibst jedem ein klares Beispiel dafür, wie er/sie mit Dir umgehen soll.

Du glaubst vielleicht, dass andere das gar nicht sehen können – Du irrst Dich:

Selbst wenn Du in deinem Weltbild nicht soweit gehen willst, dass alle Menschen „Schwingungen“ aussenden, die vom Unterbewusstsein wahrgenommen werden: Unsere Gestik und Körperhaltung, unsere Mikro-Mimik und unsere Sprache – die Art wie wir sprechen und die Worte, die wir benutzen – senden jedem Gegenüber unzählige Signale darüber, was wir von uns halten und wie wir bereit sind, uns behandeln zu lassen.

Menschen, die eine hohe Selbstachtung haben, die sich gut behandeln und ein gutes Selbstwertgefühl aufweisen, weil sie sich als wertvoll, liebenswert und sexy empfinden, haben ein sicheres Auftreten und eine freundliche, dabei „unbedürftige“ Ausstrahlung und werden in aller Regel auch von anderen gut behandelt und nur selten abgelehnt.

Menschen mit hoher Selbstachtung buhlen nicht um Aufmerksamkeit – sie erwarten Aufmerksamkeit und Respekt, da sie es sich selbst zugestehen. Sie verlassen Situationen, in denen sie nicht respektvoll behandelt werden, um sich dahin zu wenden, wo man sie schätzt.

Selbstachtung ist eine Entscheidung

Wir lernen Selbstachtung in der Regel von unseren Eltern – bzw. viele von uns haben es eben nicht gelernt, da ihre Eltern selbst nicht gerade viel davon hatten. Ein häufiges Phänomen ist, dass Eltern nach den Maßstäben der Vorkriegsgeneration geheiratet haben, wo die Familie den Sinn hatte, sich gegenseitig „beim Überleben“ zu helfen, und somit später die aufkommende Sehnsucht nach Romantik nicht erfüllt werden konnte (oder wollte). So entstand in diesen Ehen oft ein beidseitiger Kreislauf aus Bedürftigkeit, gegenseitiger Beschuldigung (wer wem das Leben versaut hat) und beständiger Opferhaltung (weil man ja für die Familie da sein „muss“). In solchen Situationen erhalten die Kinder völlig verquere Glaubenssätze über Liebe, Selbstliebe und Beziehungen, die später zu solchem Liebeschaos und mangelnder Selbstachtung führen können.

Allerdings ist das keine „Pflicht“:

Du kannst Dich jederzeit entscheiden, ob Du die Leidensgeschichte Deiner Eltern zum Anlass nehmen möchtest, Dir Dein eigenes Leben zu versauen.

Vielleicht hat man Dir auch einfach (zu oft) gesagt oder vermittelt, dass Du nicht liebenswert bist, dass Du nicht gut genug bist oder dass Du nicht richtig bist, wie Du bist. Dies sind die echten Killer für Selbstachtung. Doch die Wahrheit ist: Du bist da und Du bist ein Mensch, der alle Fähigkeiten und Möglichkeiten besitzt, ein gutes und sinnvolles Leben zu führen. In der Liebe geht es nicht darum, „gut genug“ zu sein. Es geht darum, „liebenswert“ zu sein. Und das beginnt bei Dir.

Wenn Du bisher jemand warst, der (heimlich) wenig von sich gehalten hat oder der immer wieder unter dem „falsch verliebt“ Syndrom gelitten hat, dann ist der erste Schritt für Dich, die Entscheidung, das zu verändern:

Wem bringt es etwas, wenn Du Dich selbst mies behandelst oder runter machst?

Und wenn Dir jetzt jemand einfällt, frage dich: Gönne ich das diesem Menschen? Vermutlich nicht!

Es beginnt mit der Entscheidung, dass Du gut genug bist, wie Du bist und dass Du es verdient hast, dass Du Dich gut behandelst. Auf diesem Weg kann es Dir helfen, wenn Du bereit bist, Deine inneren Programme wirklich zu erkennen und zu verändern.

Was denkst Du darüber? Kennst Du dieses Phänomen und hast es vielleicht sogar schon überwunden?

Berichte uns davon in den Kommentaren!

 


 

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