Introvertiert als Mann

Introvertiert als Mann – so klappt die Partnersuche! 

Liebe

Nina Deißler

Liebe

6. Juli 2021

Kommentar Liebe

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In diesem Artikel erfährst Du:

 

Introvertiert. Schüchtern. Zurückhaltend. Die Möglichkeiten, einen ruhigen, aber auch angenehmen Zeitgenossen zu beschreiben, sind recht vielfältig. Wer als Mann introvertiert ist, wirkt nicht nur schüchtern: Er wirkt unter Umständen geheimnisvoll – aber nicht immer auf eine gute Art. Viele introvertierte Menschen wirken auch distanziert, was bei der Partnersuche mitunter zu Problemen führt.

Woran erkenne ich, ob ich ein introvertierter Mann bin?

Introvertiert als Mann zu sein, wird oft verwechselt mit Schüchternheit – aber das ist nicht dasselbe. Es kommt allerdings häufig zusammen vor – und das kommt so: 

Introvertiert zu sein bedeutet im Großen und Ganzen eigentlich nur, dass Du lieber beobachtest, als handelst und Deine innere Welt Dir wichtiger ist, als die äußere. Es bedeutet vor allem aber, dass Du Deine Energie durch Ruhe und Zeit mit Dir alleine findest und so Deine “Batterien” auflädst – während es bei extrovertierten Menschen eher umgekehrt ist: Sie blühen auf, wenn sie im Mittelpunkt stehen und mit vielen Menschen Kontakt haben, während ein introvertierter Mensch davon eher gestresst wird. 

Wie entsteht aus Introvertiertheit Schüchternheit? 

Aus “Nie mehr schüchtern!: Wie Sie Schüchternheit überwinden. Selbstvertrauen gewinnen und Ihre innere Stärke finden”  von Nina Deißler:

Es gibt schüchterne Menschen, die bereits in der Kindheit zurückhaltend und eher scheu waren. Meistens sind sie von ihrem Wesen her eher introvertiert, sie reden nicht so gerne und haben es auch nie getan oder gewollt. Viele dieser Menschen sind sogar hochsensibel und halten es auf Dauer gar nicht so gut unter vielen Menschen und mit vielen Eindrücken, viel Kommunikation und viel Information aus. Sie brauchen es nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Sie wollen es nicht deshalb vermeiden, weil es ihnen peinlich ist, sondern weil es ihnen einfach nicht wichtig ist. Eigentlich kommen sie mit sich und ihrer Art gut klar – es sind eher die anderen, die das Problem sind. Die Menschen um sie herum, die nicht mit ihrer Art klarkommen.

Die Unterscheidung der beiden Gruppen ist deshalb wichtig, weil die erste Gruppe quasi „freiwillig“ schüchtern ist. Sie möchten eigentlich nur die negativen Nebenwirkungen der Schüchternheit loswerden und dennoch gerne introvertiert und/oder zurückhaltend bleiben dürfen. Hier resultieren das schlechte Gefühl und damit die Hemmungen eher aus dem Feedback der Umwelt, was die Zurückhaltung noch weiter bestärkt und damit einen Teufelskreis auslösen kann. 

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Warum passen Introversion und Partnersuche nur schwer zusammen?

In der heutigen Zeit ist es nicht so einfach, eine/n passende/n Partnerin fürs Leben zu finden. Wer introvertiert als Mann ist, hat zusätzliche Probleme, denn oftmals wird davon ausgegangen, dass der Mann einen wichtigen Part bei der Partnersuche übernimmt. Nicht selten ist er es, der den “ersten Schritt” machen soll und die Weichen für ein erstes Kennenlernen stellt. 

Ist der Mann jedoch introvertiert, ist dieser erste Schritt sehr schwer… Was also tun, wenn trotz allem die Frau oder der Partner fürs Leben gesucht wird?

 

Introvertiert als Mann – ein dauerhaftes Problem?

Introvertiert zu sein muss nicht immer Nachteile haben: Es kann Vorteile haben, als Mann nicht immer im Mittelpunkt stehen zu wollen. Und zwar im Alltag, wie auch innerhalb der Partnerschaft.

Nicht selten endet der introvertierte Mann als Dauersingle in einer Endlosschleife. Der Wunsch nach einer Partnerschaft ist zwar vorhanden, aber er lässt sich nur bedingt erfüllen, da schlichtweg der Mut fehlt, die Frau richtig anzusprechen. Im Kopf sind die entsprechenden Schritte fest verankert. Doch wenn es dann zum Treffen oder zum Kennenlernen kommt, sind diese Schritte wie weggeblasen. Auf einmal nimmt die Schüchternheit das Heft des Handelns in die Hand, es werden kaum Worte gewechselt und eine richtige Verbindung kann nicht aufgebaut werden. Geschweige denn, dass der erste Schritt gemacht wird, der nun einmal bekanntlich der wichtigste Schritt auf dem Weg zu einer Partnerschaft ist.

Du bist ein introvertierter Mann und wünschst Dir eine Partnerschaft?

 

Das musst Du als introvertierter Mann wissen

Es gibt viele Missverständnisse, wenn man introvertiert als Mann ist und mit einigen kann ich schnell aufräumen: 20 Jahre Erfahrung als Beziehungscoach für Singles haben mir gezeigt, dass die negativen Glaubenssätze, die introvertierte Menschen über sich haben, meist sehr viel hinderlicher sind, als die Introvertiertheit selbst.

Viele introvertierte Männer glauben, dass sie von Frauen nicht geschätzt oder sogar abgelehnt würden, dass sie nicht zum “Alphatier” taugen – aber genau das sein müssten, um bei Frauen anzukommen.

Wer als Mann introvertiert ist, hat es gerade in jungen Jahren oft schwer, wo man doch häufig so eine Art “Gruppenzwang” erlebt, auszugehen, Party zu machen und sich mit möglichst vielen Menschen zu umgeben. Und auch später sind die meisten Vorschläge für’s Kennenlernen oft verbunden mit der Herausforderung “möglichst viele Menschen treffen”. 

Für einen Introvertierten (egal ob Mann oder Frau) ein echtes Greuel – oder doch wenigstens sehr, sehr kräftezehrend. Doch Du musst selbst als junger Mann kein “Partylöwe” sein, um eine Partnerin zu finden: Leute treffen wäre schon hilfreich – aber es muss ja nicht immer gleich eine “Massenveranstaltung” sein! 

Introvertiert als Mann - so klappt Partnersuche - Nina Deissler

Das Missverständnis auflösen

Du musst weder ein Partylöwe, noch ein “Alpha-Mann” sein, um bei Frauen gut anzukommen. Wichtig ist, dass Du Dir merkst, dass Du einer Frau zeigen musst, dass Du nicht “gefährlich” oder “seltsam” bist: 

Viele introvertierte Menschen sind nämlich zunächst sehr zurückhaltend – auch was ihre Körpersprache oder Signale angeht. Sie hoffen eher darauf, dass der andere den ersten Schritt macht. Doch wenn Du Dir so gar nichts anmerken lässt, woher soll sie wissen, dass Du Interesse hast? Wenn Du vielleicht sogar permanent hinschaust aber dabei keine Miene verziehst – woher soll sie wissen, dass Du nett und vertrauenswürdig – aber eben einfach etwas zurückhaltender  bist – und nicht unheimlich und creepy? 

Wenn Du Dich traust, jemanden anzulächeln, werden die meisten Deiner Bedenken sich nämlich eh zerstreuen. Viele Frauen mögen auch ruhige und introvertierte Männer – sie müssen nur eine Chance kriegen, Dich kennen zu lernen! 

Mach Dir selbst klar, dass ein introvertierter Mann viel zu bieten hat: Er ist in der Regel aufmerksamer, als viele andere Männer. Er hört besser zu. Er ist meist auch weniger impulsiv und deshalb achtsamer. Meistens kann er auch besser genießen… alles Dinge, die viele Frauen sich in einer Partnerschaft von einem Mann wünschen! 

 

Was ist das größte Problem beim introvertiert sein?

Jemanden zu finden, der das eigene Leben verändert, ist immer schwierig. Die größten Herausforderungen für einen Mann, der introvertiert ist, lassen sich immer beim ersten Ansprechen finden. Die Initiative zu ergreifen und nicht darauf zu warten, das die andere Seite den ersten Schritt macht.

Hinzu kommt, dass es schwierig ist, sich einem neuen Menschen direkt von seiner besten Seite zu präsentieren, wenn man doch eigentlich eher “verschlossen” ist und sich nur langsam öffnet. Das erzeugt Druck – und den spürt dann auch die Umwelt. Das macht nicht gerade sexy! 

In der Beziehung selbst muss es nicht schlimm sein, introvertiert als Mann zu sein. Denn innerhalb der Beziehung lösen sich diese Ängste in vielen Fällen auf und eine gute Partnerin versteht, wenn Du öfter mal Deine Ruhe brauchst, um Deine Batterien wieder aufzuladen. Denn genau das ist ja das Kernproblem: Einerseits wünschst Du Dir Partnerschaft und Gemeinschaft – und andererseits ist es auch anstrengend. Doch wenn Du genau das schon sehr früh erklärst, ist das für kaum eine Frau wirklich ein Hindernis, wenn ihr ansonsten gut zusammenpasst.

Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Und nur wenn eine Frau die Geduld, den introvertierten Mann so zu nehmen, wie er ist, kann am Ende eine Beziehung entstehen… oder? Oder Du machst einen kleinen Schritt. 

 

Denn genau hier ist die große Chance

Wenn Du als Mann introvertiert bist, musst Du nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und einer Frau gleich alles über Dich erzählen und Dich beim ersten Treffen öffnen. Es hilft enorm, wenn Du so offen und ehrlich bist, dass Du ihr sagst, dass Du introvertiert bist und ein bisschen “Auftau-Zeit” brauchst. Damit gibst Du ihr nämlich die Chance, sich wohl zu fühlen und Deine Zurückhaltung nicht auf sie selbst zu beziehen. Sie weiß dann, dass Du nicht desinteressiert, langweilig oder “wortkarg” bist – sondern eben einfach nur jemand, der sich langsam öffnet und etwas Zeit braucht. Und das ist vollkommen okay. Im besten Falle macht es sie neugierig und Dich mutiger, Dich zu öffnen.

 

Was hilft, wenn man introvertiert ist als Mann?

Es gibt natürlich keine festen Regeln, die jedem immer und in jeder Situation helfen. Aber ein paar gute Tipps und Tricks, die sich in der Praxis schon oft bewiesen haben:

Ist der Mann introvertiert, lohnt es, die Partnersuche nicht alleine vorzunehmen. In der Gruppe fällt es deutlich leichter, eine Frau kennenzulernen. Bei einem gemütlichen Beisammensein, einem Ausflug, einer (kleinen) Party mit Freunden, einem “Spaghetti-Abend”, einem Kinobesuch oder einem Workshop… Die Möglichkeiten sind hier sehr vielseitig – und ein guter Freund ist Deine beste “Flirt-Hilfe”. 

Hilfreich ist es zudem, wenn ein Freund oder Bekannter eine potenzielle Partnerin kennen. Es lassen sich so schneller Gesprächsthemen finden und das Eis ist schnell gebrochen. Ein Freund ist immer wie ein “Bürge”, dass Du ein guter Partner bist, das muss er gar nicht kommunizieren. Es reicht meist schon, wenn er einfach da ist. 

Deine Freunde sollten allerdings davon absehen, Dich direkt als schüchtern und verschlossen vorzustellen. Einen solchen Stempel will niemand aufgedrückt bekommen und das blockiert eher noch mehr, sodass der direkte Kontakt etwas holprig ist. Doch mit ausreichend Zeit und Verständnis lässt sich das trotz allem gut bewältigen.

Lohnenswert kann es zudem sein, nicht in „freier Wildbahn“ nach einer Partnerin zu suchen: Wer online sucht, hat die Chance, sich erst einmal langsam an ein Kennenlernen heranzutasten. Zuerst wird gechattet, dann telefoniert. Und wenn alles passt, kommt es zu einem ersten Treffen. 

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Der Vorteil ist hier, dass man sich bereits ein bisschen kennt. Die erste große Hürde ist genommen, da man schon einige Dinge über die andere Person weiß. Es gibt definitiv Gesprächsstoff, man hat im besten Fall bereits zusammen gelacht, hat Gemeinsamkeiten entdeckt und eine Basis geschaffen.

Das wichtigste: Nicht aufgeben

Das Wichtigste ist jedoch, dass Du als introvertierter Mann das Ziel nicht aus den Augen verlierst. Eine ruhige und besonnene Art ist kein Makel und auch kein Fehler. Es erschwert zwar die Partnersuche, erweist sich innerhalb der Partnerschaft dann aber meist als Vorteil.